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| 28.06.2010 |
| IGC erhöht Weizenernte 2010/11 auf 664 Mio. t |
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine aktuelle Schätzung für die weltweite Weizenernte 2010/11 gegenüber der Maiprognose noch einmal um 4 Mio. t auf 664 Mio. t erhöht. Allerdings sind dieses immer noch 13 Mio. t weniger als im Vorjahr, teilte der IGC diese Woche mit. Der Rat begründet dieses mit verbesserten Erwartungen für die USA, China, Australien und den Iran. Jedoch hätten sich die Aussichten für Kanada angesichts der Regenfälle und der dadurch bedingten Probleme bei der Aussaat verschlechtert. Für die EU-27 hat der Rat seine Prognose auf 141,7 Mio. t von zuvor 142,4 Mio. t gesenkt, wobei Frankreich beispielsweise nur noch 37,9 Mio. t Weizen statt 39 Mio. t erwarten dürfte. Der globale Weizenverbrauch soll 2010/11 auf einen Rekordwert von 658 Mio. t steigen. Hier wird als Hauptgrund eine Steigerung des Futterverbrauchs in Asien genannt. Die Prognose für die Lagerbestände beließ der IGC unverändert auf den Höchstwert von 201 Mio. t, dem höchsten Stand seit neun Jahren. Den weltweiten Weizenhandel schätzt der IGC unverändert bei 120 Mio. t. Zwar sollen einige Länder Südostasiens mehr Futterweizen importieren, doch gleichzeitig sollen Iran und Irak weniger Mahlweizen einführen.
In der Saison 2010/11 sollen Erzeuger eine weltweite Rekordmenge von 824 Mio. t Mais einfahren, hauptsächlich aufgrund größerer Ernten in den USA, China und Mexiko. Der IGC setzt damit seine Schätzung im Vergleich zum Vormonatsbericht um weitere 2 Mio. t herauf aufgrund von Erhöhungen für die Ukraine und Russland. Insgesamt können die GUS-Länder mit einer Maisernte von 20,5 Mio. t rechnen. Die Länder der EU-27 sollen jedoch mit 58,9 Mio. t geringfügig weniger Mais einbringen als noch im Mai geschätzt. Ebenfalls soll auf Jahressicht der globale Maisverbrauch von voraussichtlich 815 Mio. t in 2009/10 auf 830 Mio. t in 2010/11 steigen. Dieses ist vor allem auf einen höheren als erwarteten Maisverbrauch der US-Bioethanolbranche zurückzuführen. Laut IGC soll der weltweite Handel mit Mais in 2010/11 auf 88 Mio. t steigen. Grund hierfür sei unter anderem ein erhöhter Fleischkonsum in Teilen Asiens und Lateinamerikas.
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