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Berlin. 17.03.2009. „Die Folgen
aus dem Health Check werden für unsere Branche bemerkbar, aber zu verkraften
sein“, kommentierte BVA-Präsident
Bruno Fehse auf dem Parlamentarischen Abend des Verbandes die
Aussichten für den privaten Landhandel. Dazu begrüßte er zahlreiche politische
Vertreter der Bundestagsfraktionen in Berlin.
Kritisch merkte er allerdings an, dass das
Agrar- und Ernährungsgewerbe mit einer Flut von Gesetzes-initiativen auf
nationaler und europäischer Ebene konfrontiert werde, die von
Gesundheitsaspekten bis hin zur Terrorbekämpfung reichen. Als Beispiele für eine
Überregulierung nannte er die neuen Abgabevorschriften für Gefahrstoffe und
explosionsfähige Grundstoffe. Neuerdings gehören auch ammoniumnitrathaltige
Düngemittel dazu. „Die nun notwendige Feststellung der Identität des Abholers
und die damit verbundene Dokumentation sind in der Düngersaison mit einem
Umsatzvolumen von 5 Mio. Tonnen kaum zu realisieren.“
Im Bereich Pflanzen- und Vorratsschutz
verwies er auf die kritische Situation bei den Wirkstoffen im Vorrats-schutz
hin. Hier stehen nur noch drei Wirkstoffe zur Verfügung. Er appellierte an alle
Beteiligten aus Politik und Wirtschaft sich für die Erhaltung eines dringend
notwendigen Vorratsschutz-Instrumentariums einzusetzen.
Mit Sorge betrachte der BVA-Präsident auch
die nationale Umsetzung des EU-Pflanzenschutzpakets. Es sei noch nicht klar ist,
welche Wirkstoffe konkret betroffen sind und wie viele aufgrund der verschärften
Zulas-sungskriterien raus fallen werden. „Wir können nur hoffen, dass es bei
den angekündigten 7 Prozent Wirkstoffverlusten in Deutschland bleibt.“
Fehse rief zum intensiven Dialog zwischen
Politik und Wirtschaft auf, um die bestehenden Unsicherheits-faktoren zu
reduzieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarwirtschaft zu
stärken. |