BUNDESVERBAND DER AGRARGEWERBLICHEN WIRTSCHAFT E.V.

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Pressetitel 2008

 
   
 

Pressemeldung

 
     
 

Märkte noch volatiler

 
     
 

BVA-Landesgruppentagung in Verden am 21. Mai 2008

 
     
 

Verden/Bonn. Der Ölpreis steigt unaufhörlich, trotzdem mussten die Getreide- und Ölsaatenpreise in den letzten Wochen einen herben Rückschlag hinnehmen. „Wohin geht die Reise?“ wollten die Teilnehmer der Landesgruppen-Tagung des Bundesverbandes der agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) während ihrer Mitgliederversammlung in Verden wissen. BVA-Präsident Bruno Fehse begrüßte rund 30 Teilnehmer, darunter Landwirtschaftskammer-Präsident Jürgen Otzen, im „Niedersachsenhof“.

„Der Markt wird aller Voraussicht nach eine strukturelle Festigkeit behalten. Dafür sprechen die weltweit geringen Bestände und die feste Nachfrage“, prognostizierte Robert Theis vom Handelsmaklerbüro Kiefer aus Bad Münster. Das spekulative Kapital, das hauptsächlich über Fondsgesellschaften den Rohstoffmärkten zugeflossen sei, habe den Markt grundlegend verändert. „Die Märkte sind anfälliger für bullische Nachrichten. Außerdem sind sie noch volatiler geworden, als sie bei der angespannten fundamentalen Versorgungslage ohnehin schon sind“, so Theis.

Das Ertragspotential in den USA sei fraglich und auch gute Ernten in Argentinien und Brasilien schaffen bei den Ölsaaten keine Entspannung. Hoffnung sah er für den Rapsmarkt: „Auch wenn der Biodieselmarkt in Deutschland durch die Steuererhöhung nicht rund läuft, hält der Ausbau der Produktionsanlagen auf der ganzen Welt an.“ Ähnlich sieht er die Lage beim Weizen: Weltweit sinken die Bestände und politische Unsicherheiten (Exportverbote) bleiben. „Mischfutterrationen werden wieder mehr Weizen sehen“, sagte Theis. Er geht davon aus, dass die Rohstoffmärkte weiterhin ein Spielball für Neuinvestoren bleiben und sprach sich für die Nutzung der Warenterminbörse aus.

Das Förderprogramm PROFIL präsentierte anschließend Dr. Cord Stoyke vom Niedersächsischen Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz. 2007 wurden rund 22 Millionen Euro für dieses Programm bewilligt. „Damit haben wir ein Investitionsvolumen von 102 Millionen Euro im ländlichen Raum angeschoben“, sagte Dr. Stoyke, der das als „ordentliches Ergebnis“ bewertete. Das Ziel des Programms sei die enge Verzahnung der Primärproduktion mit Handel und Verarbeitung. „Wir wollen zur Absatzsicherung beitragen und haben ein starkes Interesse daran, dass unsere Landwirte davon partizipieren“, so der Referent. Profitieren können sowohl kleine und mittlere Unternehmen, als auch größere Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten. PROFIL kommt bei den Adressaten offensichtlich an: Die Nachfrage hat 2007 das Fördervolumen überstiegen, so dass ein Ranking eingerichtet wurde. Entscheidend sei dabei unter anderem der Innovationsgrad.

 
     
   
     
   
     
     
  Text der Pressemeldung im PDF-Format:

Pressemitteilung im PDF-Format

 
     
  Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.

16.11.2007

 
 
 
 
 

 

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