BUNDESVERBAND DER AGRARGEWERBLICHEN WIRTSCHAFT E.V.

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Pressetitel 2008

 
   
 

Pressemeldung

 
     
 

Der Düngemittelmarkt bleibt angespannt

 
     
 

Bonn.05.09.2008. Die Preisentwicklung am Düngemittelmarkt wird weiter feste Tendenzen zeigen. Die stetig wachsende Nachfrage nach Agrarrohstoffen aufgrund des Bevölkerungswachstums, Änderung der Verzehrsgewohnheiten und dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe zur Bioenergieerzeugung führt zu einer Ausweitung der noch zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Anbauflächen und einer Intensivierung der Bewirtschaftung. Beides zieht einen höheren Einsatz an Düngemitteln nach sich. Aus heutiger Sicht ist weltweit mit einem Nachfrageanstieg nach Kali-Düngemitteln von drei bis fünf Prozent pro Jahr zu rechnen. Diese Einschätzungen zum Düngemittelmarkt aus Sicht der Produzenten gab Hans-Jürgen Müller, Leiter des Vertriebs Düngemittel Deutschland der K+S Kali GmbH, Kassel am Mittwoch anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. in Bonn.

Die Kalihersteller produzieren aktuell an ihren Kapazitätsgrenzen sodass die nachhaltige Verbrauchszunahme zu weltweit drastischen Preissteigerungen in den letzten Monaten geführt hat mit temporären Lieferengpässen. Aufgrund des anhaltend niedrigen Preisniveaus in den vergangenen beiden Jahrzehnten wurden weltweit keine nennenswert neuen Kaliprojekte initiiert, erläuterte Müller die Entwicklung. Erst die jetzt erreichten Kalipreis-notierungen rechtfertigen die äußerst kostenintensiven Investitionen zur Exploration und zum Aufbau völlig neuer Kaliproduktionsstätten. Die Realisierung eines neuen Kaliprojektes umfasst je nach Region einen Zeitraum von mindestens fünf bis acht Jahren. Bei Phosphat ist mit einem ähnlichen Zeitraum zu rechnen. Für die Stickstoffherstellung sind kürzere Realisierungszeiträume möglich.

Nach Einschätzung von Müller wird die weltweite Kapazitätserweiterung durch die diskutierten und aktuell bekannten neuen Kaliprojekte ungefähr dem erwarteten Nachfrageanstieg entsprechen, sodass der Marktexperte auch mittelfristig von festen Märkten ausgeht.

Mit dem Blick auf die Liquiditätsentwicklung in der Landwirtschaft, erfordern die aktuell stark angestiegenen Betriebsmittelpreise eine weitere Optimierung des Düngemitteleinsatzes, bekannte Müller in Bonn. Kurzfristig sind allerdings den Einsparungen im Grunddüngereinsatz aufgrund der Gefährdung der Ertragssicherheit und möglicher Nichtausnutzung des Ertragspotentials bei vielerorts negativen Nährstoffbilanzen enge Grenzen gesetzt.

 
     
     
  Text der Pressemeldung im PDF-Format:

Pressemitteilung im PDF-Format

 
     
  Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.

05.09.2008

 
 
 
 
 

 

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