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Pressetitel 2009 |
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Pressemeldung |
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Stimmung im Agrarhandel positiv
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Preisprognosen / rd. ein Drittel der Ernte noch bei Erfassern und
Erzeugern |
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Bonn. 08.01.2009. Die Finanzkrise treibt dem privaten
Agrarhandel nicht die Sorgenfalten auf die Stirn. "Die Stimmung ist
gut. Von Juli bis Oktober 2008 haben die deutschen Landwirte
deutlich mehr Getreide an den Handel verkauft als im gleichen
Zeitraum 2007. Der Handel hat den Markt kontinuierlich versorgt und
sich im Ein- und Verkauf kontinuierlich der Marktsituation
angepasst. Trotz der Marktschwankungen erwarten wir für 2009 normale
Erlöse", sagte Bruno Fehse (Leeseringen), Präsident des
Bundesverbandes der agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), am Mittwoch
vor Journalisten in Bonn. Gemeinsam mit Vorstandskollegen und
Geschäftsführer Robert Künzel
nahm er zur aktuellen Situation an den
Getreide- und Ölsaatenmärkten Stellung. |
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Der Handel ist gut aufgestellt. Wir sehen eine hohe
Investitionsbereitschaft in Spezial-märkte und Innovatio-nen bei
unseren Mitgliedern", unterstrich
Bernd Kleeschulte (Büren)
als Vorsitzender des BVA-Ölsaaten-ausschusses diesen positiven Ausblick
Karl-Friedrich Wirtz (Bornheim-Sechtem), Vorstandsmitglied des BVA,
hält die gesamte Branche für belastbar. "Ich bin gelassen, unsere
Produkte sind immer verkäuf-lich", so Wirtz. Für
Karlheinz
Lichtschläger (Erftstadt) ist künftig noch entscheidender, wer
seine Kosten richtig kalkuliert hat. "Wir haben stabile
Fundamente und unterstützen die Landwirte", so Licht-schläger,
der auch Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen ist. |
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Das sehen offensichtlich auch die Banken und Kreditversicherer, die
das private Agrargewerbe grundsätzlich positiv einschätzen,
bekräftigte Präsident Fehse. Ärgerlich empfindet er deshalb Vorwürfe
an den Handel, dieser habe den Landwirten nicht wie sonst die Ernte
im großen Stil abgekauft. Vielmehr wurde in der Landwirtschaft in
die Einlagerung investiert und auf höhere Preise spekuliert. Dass
der Markt sich anders verhalten hat, ist nicht die Schuld des
Handels. Der Landhandel hat auf Anfrage jederzeit einen aktuellen
Marktpreis genannt. |
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Die BVA-Vertreter schätzten, dass höchstens ein Drittel der letzten
Getreideernte noch bei den Erfassern oder den Landwirten liegt.
Überlagerung in das nächste Wirtschaftsjahr sei nur dann eine
wirtschaftlich sinnvolle Alternative, wenn der Landwirt die Ware
selbst am Hof habe. |
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Wie entwickeln sich die Märkte in 2009? Mit einem Ausblick taten
sich die Landhändler schwer. "Wir sehen derzeit eine feste Tendenz
mit leicht steigenden Preisen", sagte Bruno Fehse. Er gab allerdings
zu beden-ken, dass durch die Feiertage noch kaum Handel stattgefunden
habe. Der Preistiefpunkt ist seiner Meinung nach überwunden. Positiv
wird sich der weltweit steigende Fleischbedarf und die damit
verbundene wach-sende Nachfrage aus der Veredelung auswirken. Negativ
bewertet er in diesem Zusammenhang die ständigen
Währungsschwankungen. Auf einen konkreten Preis für die kommende
Ernte mochten sich die BVA-Vertreter zu diesem frühen Zeitpunkt nur
schwerlich festlegen. "Bei einer normalen Ernte mit rund 45
Millionen Tonnen könnten 130 bis 150 Euro pro Tonne erzielt werden",
wagte Fehse eine erste Ein-schätzung. Eine Prognose sei letztendlich
schwierig, da der Markt von verschiedenen unkalkulierbaren Impulsen
(wie Spekulation) abhängig sei. Hinzu komme die Unsicherheit, die
durch die angekündigten Exportsubventionen Russlands ausgelöst
werde. Ende Januar, Anfang Februar rechnet er mit einer Belebung und
einem zügigen Abfluss der Ware. |
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Als "absolut zukunftsfähig" schätzt Bernd Kleeschulte den Rapsmarkt
ein. "Auch wenn der Preis sich derzeit stark am Rohölpreis
orientiere, haben die Landwirte damit ein Produkt mit hohem
Nachfragepotential aus der Ernährungsindustrie und dem technischen
Sektor, das wir in beiden Märkten anbieten müssen", so Klee-schulte.
Er kritisierte die ständigen "bürokratischen Geißelungen" durch die
Bundesregierung, obwohl es auf EU-Ebene ein klares Votum für
nachwachsende Rohstoffe gebe. Eine kurzfristige Änderung des
Energie-steuergesetzes und Bundes-Immissionsschutzgesetzes sieht Kleeschulte nicht, daher ergibt sich durch den Ausschluss von Soja
und Palmöl im Biodiesel ein Rapsölbedarf in der Größenordnung um
1-1,5 Mio. t. In diesem Zusammenhang sprach er sich klar für die
BVA-Verbandsposition aus, Biokraftstoff- und Bioenergie-Rohstoffe
nachhaltig zu erzeugen. |
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Am Ende könnte auch der derzeit strenge Frost über die Ernte 2009
entscheiden. "Die Ausnahmejahre scheinen nicht abzureißen", schloss
Bruno Fehse. |
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Text der Presseinformation im PDF-Format: |
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| Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. |
08.01.2009 |
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