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„Unsere
Unternehmen befinden sich aktuell im Spannungsfeld zwischen politischen
Diskussionen und Forderungen zum Thema Nachhaltigkeit auf der einen und
den Realitäten des volatilen Marktes auf der anderen Seite“, stellte
Bruno Fehse, Präsident des Bundesverbandes der Agrargewerbliche
Wirtschaft (BVA) bei den traditionellen Chefgesprächen auf Burg Warberg
fest. Obwohl die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die
Agrarwirtschaft nicht so stark durchschlagen wie in anderen Branchen,
sei man jetzt gerade auf die Unterststützung der Politik in wichtigen
Handlungsfeldern angewiesen: „Kritisch betrachten wir die Umsetzung der
Anforderungen, die sich aus den Biomassestrom- und
Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnungen ergeben. Landwirtschaft und
Agrarhandel werden erneut zusätzliche Bürokratie aufgebürdet. Der
derzeit vorgesehene Zeitrahmen für die Umsetzung ist aus unserer Sicht
nicht zu halten.“
Fehse
schlug eine zwölfmonatige Einführungsphase begleitet von einem
intensiven Monitoring vor, um die Anforderungen zielführend und
pragmatisch umzusetzen. „Außerdem gehört die Anpassung der
Nulltoleranz für GVO-Produkte an die Marktrealitäten zu unseren
Kernforderungen“, sagte der BVA-Präsident. Egal, wie man zur
Gentechnik stehe, ohne realitätsnahe Schwellenwerte würden die Risiken
für Landwirtschaft, Handel und Verarbeitungsindustrie zunehmend
unkalkulierbar. Diese Aussagen gelten in ähnlicher Weise auch für den
Dünge- und Pflanzenschutzmarkt. |
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