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Hängepartie bei Biokraftstoffen muss beendet werden

   
         
   

Berlin. 21.01.2010. Im Rahmen der zur Zeit stattfindenden weltweit größten Verbrauchermesse „Grüne Woche“ in Berlin werden in der Sonderschau „NatureTec“ Produkte und Leistungen zum Thema Erneuerbare Energien vorgestellt. Auf dem gemeinsamen Messestand führender Biokraft-stoffverbände forderte Bernd Kleeschulte, Vorsitzender des Ölsaatenausschusses im Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), die Politiker der Regierungsfraktionen auf, den Ankündigungen des Koalitionsvertrages „….. den Markt für reine Biokraftstoffe wieder zu beleben“, auch Taten folgen zu lassen. „Die Bundesregierung versäumte mit der Verabschiedung des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes im Dezember bereits dringend notwendige Anpassungen vorzunehmen“ kritisiert Kleeschulte. Den aktuellen Steuersatz auf reinen Biodiesel und Pflanzen-ölkraftstoff für die nächsten drei Jahre festzuschreiben reicht als Maßnahme nicht aus, um die angestrebte Wiederbelebung des Marktes zu erreichen.

Die Branchenvertreter haben auf die Konsequenzen einer kurzsichtigen Steuerpolitik hingewiesen. Tatsächlich ging der Absatz von Reinkraftstoffen laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) um bis zu 80 % im Jahr 2009 zurück. In der gemeinsamen „Handlungsempfehlung der deutschen Biokraftstoffbranche zur Förderung der Biokraftstoffmärkte“ geben die beteiligten Verbände konkrete Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung um den Markt wieder zu beleben. Darin wird unter anderem ein Höchstsatz von 10 Cent Biokraftstoffsteuer pro Liter sowie die Gesamtbiokraftstoffquote bis 2020 auf mindestens 10 % (energetisch) zu erhöhen, gefordert.

Die Hängepartie bei Biokraftstoffen muss beendet werden, forderte Bernd Kleeschulte. Wir brauchen die Biokraftstoffvermarktung als wichtiges Instrument zur Erfüllung der Klimaschutzverpflichtung im Transportsektor. Daher begrüßen wir, dass sich die Regierungsfraktion erneut mit der Frage einer sachgerechten Ausgestaltung der Steuer für Biodiesel und Pflanzenöl beschäftigt. Ohne eine deutliche Nachbesserung ist mit einer Belebung allerdings nicht zu rechnen. 

   
         
   
Text der Pressemeldung im PDF-Format:

Pressemitteilung im PDF-Format

       
       
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.

21.01.2010

 
 

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