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P r e
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Rapsmarkt ohne Impulse |
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Bonn/Berlin. Trotz
schwacher Rapsernte in Deutschland und in
der EU steht dem Markt auch zu Beginn des
Jahres 2012 ausreichend nachhaltige Ware zur
Verfügung. Zu
diesem Ergebnis kommt der Vorsitzende des
Ölsaaten-ausschusses des Bundesverbandes der
Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA), Bernd
Kleeschulte, im Rahmen eines Pressegesprächs in
Bonn. Allein in Deutschland fiel die Ernte
um 1,8 Millionen Tonnen kleiner aus. Auch
Polen, Rumänien und Dänemark haben weniger
Raps als noch 2010. Der Rückgang konnte
durch besser als zunächst erwartete Ernten
in Frankreich, Großbritannien, Österreich
und Spanien nicht kompensiert werden. |
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Somit verfehlte
die europäische Rapsernte mit 19,1 Millionen Tonnen
das Vorjahresergebnis um 1,2 Millionen Tonnen. Trotz
des knappen Angebotes im Hauptverarbeitungsland
Deutschland verlief der Markt bis zum Jahresende
seitwärts. Die Höchstkurse der Ernte wurden nach
deutlichen Kurskorrekturen in der ersten Januarwoche
wieder erreicht. Die Abgabebereitschaft in der
Landwirtschaft und im Agrarhandel hat seitdem auch
für die neue Ernte zugenommen. Es wird dabei
allerdings ausgeblendet, dass größere Importmengen
an Raps und Canola sowie Sonnenblumen verarbeitet
werden. Zusätzliche Biodieselimporte aus Ländern wie
Argentinien und Indonesien setzen die heimische
Produktion unter Preisdruck. Zum Ende des
Vermarktungsjahres dürfte die internationale
Handelsbilanz von Weichsaaten darüber entscheiden,
ob die Rapspreise weiter steigen. Es ist allerdings
absehbar, dass die massiv ausgebauten
Verarbeitungskapazitäten nicht ausgelastet sein
werden. |
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Preisunterschiede zwischen
nachhaltiger und nicht nachhaltiger Ware fallen
inzwischen geringer aus, da immer mehr
Mitgliedsstaaten die Richtlinie Erneuerbare Energien
(EEG) mit ihren entsprechenden Anforderungen
umsetzen. Ölmühlen mit Schwerpunkt Food-Produktion
unterscheiden beim Aufkauf nicht mehr, während im
Non-Food Sektor nicht nachhaltige Ware abgewiesen
wird. Kleeschulte kritisierte die jüngst aufkommende
iLUC-Diskussion, in der angebliche Effekte der
Landnutzungs-änderung in die Treibhausgasberechnung
einbezogen werden sollen. Die Berech-nungen dazu
sind abstrakt und stellen die erreichten Erfolge
einer nachhaltigen Bewirtschaftung der heimischen
Agrarfläche wieder in Frage. |
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Zu der jüngsten Diskussion um die
Spekulation mit Agrarrohstoffen stellte Kleeschulte
die marktwirtschaftliche Funktion der
Warenterminbörsen in den Vordergrund. „Wir
begrüßen den Ansatz des Bundesministeriums für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV), mehr Informationen über und vor allem im
Markt bereit zu stellen.“ Handelskontrakte mit
physischer Ware an ein Transaktionsregister zu
melden lehnt der BVA allerdings nachdrücklich ab,
weil praktisch nicht umsetzbar. |
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Text der Presseinformation im PDF-Format: |
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Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. |
12.01.2012 |
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