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P r e
s s e m e l d u n g |
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Trennung von nationalen Anbauverboten und
Entscheidungen zur Rohstoffsicherung zwingend erforderlich |
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Der Beschluss von Bundesministerin Ilse Aigner, den Anbau der
gentechnisch veränderten Maissorte MON810 in Deutschland mit
sofortiger Wirkung zu verbieten, hat ein breites Echo bei Kritikern
und Befür-wortern der Grünen Gentechnik ausgelöst. In der Folge hat
erneut eine emotional geführte öffentliche Diskussion über die Vor-
und Nachteile dieser Technologie eingesetzt.
Die ablehnende Haltung großer Teile der Gesellschaft gegenüber dem
Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen darf nicht dazu führen,
dass die Versorgung der Lebens- und Veredelungswirtschaft mit
impor-tierten agrarischen Rohstoffen gefährdet wird. Die im Grain
Club organisierten Verbände der Getreide-, Ölsaaten- und
Futtermittelwirtschaft fordern Bundesministerin Ilse Aigner auf,
unbeeinflusst von wechselnden Stimmungen in der Bevölkerung und
Politik sachlich zwischen nationalen Vorsorgeüber-legungen zum Anbau
und existenziellen Entscheidungen zur Rohstoffsicherung zu
unterscheiden.
Zur Aufrechterhaltung der Rohstoffversorgung und damit auch der
Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lebens- und
Veredelungswirtschaft müssen auf Gemeinschaftsebene unverzüglich
folgende Entschei-dungen herbeigeführt und von der Bundesregierung
unterstützt werden:
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Synchronisierung und Beschleunigung des
Zulassungsverfahrens für gentechnisch veränderte Organismen (GVO)
auf streng wissenschaftlicher Basis.
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Einführung eines Toleranzwertes in Höhe von 0,5
Prozent („Schweizer Modell“) für diejenigen GVO in Lebens- und
Futtermitteln, die in Drittländern bereits kommerziell genutzt
werden und damit auch eine behördliche Sicherheitsprüfung mit
positivem Urteil durchlaufen haben.
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Einführung eines praxisgerechten
GVO-Kennzeichnungs-Schwellenwertes für Saatgut.
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Der Grain Club betont, dass nur eine unverzügliche Lösung des
Umgangs mit Spuren von noch nicht in der Europäischen Union
zugelassenen GVO den rasanten weltweiten Entwicklungen bei der
Nutzung gentech-nisch veränderter Pflanzen gerecht werden kann.
Versorgungsengpässe drohen dabei nicht nur der konventionellen
Agrarwirtschaft, sondern auch denjenigen Produktionsbereichen, die
nach ökologischen Prinzipien wirtschaften oder bewusst auf den
Einsatz von Futtermitteln ohne Gentechnik-Kennzeichnung setzen.
In diesem Zusammenhang begrüßt der Grain Club die Aussage von
Bundesministerin Aigner, dass sich das Anbauverbot nicht auf die
Sicherheitsforschung bezieht. Unabhängig von der Einstellung zur
Grünen Gen-technik muss Forschung auf diesem Gebiet, insbesondere
auch aus Verbraucherschutzgründen, weiterhin uneingeschränkt möglich
sein.
Berlin, Bonn, Hamburg, den 21. April 2009 |
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Kontakt:
Dr. Henning Ehlers, Tel.: 030/856214 52 und
Dr. Claudia Döring , Tel.: 030/856214 44
Deutscher Raiffeisenverband e.V. Pariser Platz 3, 10117 Berlin
Robert Künzel , Tel.: 0228/97 585 10
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.
Beueler Bahnhofsplatz 18, 53225 Bonn |
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Text der Pressemeldung im PDF-Format: |
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Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. |
21.04.2009 |
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