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Futtermittelhandelstag 06./07. Mai 2008, Warberg

 

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Sponsoren

     

Der Futtermittelhandelstag 2008 wurde von den nachstehenden 3 Firmen unterstützt:

     
         
 
     

Programm

(Flyer)

 

Begrüßung und Eröffnung,
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Heinz Roling
Deutscher Verband Tiernahrung, Bonn

Die US - amerikanische Antwort auf die Herausforderungen der Agrarwirtschaft
(The US answer of the challenges in Agribusiness) (siehe unter Vorträge)
Bobby Richey
Office of Agricultural Affairs, US-Botschaft, Berlin

Der Markt für Futterphosphate (The feed phosphates market) (siehe unter Vorträge)
Dr. Wouter Bleukx
Tessenderlo Chemie N.V., Brüssel

Der Markt für nicht gentechnisch veränderte Futtermittel
Sebastian Kuck
Cargill GmbH, Amsterdam

Gedankenaustausch in der Expertenrunde über die Zukunft der Futtermittelwirtschaft
Stefan Niemeyer - Miavit GmbH, Essen
Dr. Heinz Roling - Deutscher Verband Tiernahrung, Bonn
Dr. Andreas Schüren - Rölfs MC Partner Management Consultants GmbH, Düsseldorf
Dr. Dietrich Schwier - Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG, Düsseldorf
Michael Winkler - ADM Hamburg AG, Hamburg
Claus-Peter Wölpern - KOFU Tiernahrung GmbH, Neuss
Diskussionsleitung
Bernhard Dahmen CropEnergies AG, Ochsenfurt

Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung - Empfehlungen an die Politik (siehe unter Vorträge)
Thomas de Witte
Institut für Betriebswirtschaft, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig

Neue Energiewerte für Schweine
Dr. Andreas Berk
Friedrich-Loeffler-Institut Institut für Tierernährung, Braunschweig

Einsparpotentiale in der Mischfutterindustrie - Kostenmanagement (siehe unter Vorträge)
Raimar von Möllendorff
MBG v. Möllendorff-Beratungs-Ges.mbH, Hemmingen
 

Vorträge (Präsentationen)

 
Die US - amerikanische Antwort auf die Herausforderungen der Agrarwirtschaft
(The US answer of the challenges in Agribusiness)
Bobby Richey
Office of Agricultural Affairs, US-Botschaft, Berlin

Anlage im PDF-Format

   
Der Markt für Futterphosphate (The feed phosphates market)
Dr. Wouter Bleukx
Tessenderlo Chemie N.V., Brüssel

Anlage im PDF-Format

   
Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung - Empfehlungen an die Politik
Thomas de Witte
Institut für Betriebswirtschaft, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei Johann Heinrich von Thünen-Institut, Braunschweig

Anlage im PDF-Format

   
Einsparpotentiale in der Mischfutterindustrie - Kostenmanagement
Raimar von Möllendorff
MBG v. Möllendorff-Beratungs-Ges.mbH, Hemmingen

Anlage im PDF-Format

   
Pflanzenschutzzulassungs-Verordnung - Paradigmenwechsel in der Zulassung? -
Dr. Hans-Gerd Nolting
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Anlage im PDF-Format

 

Fotoimpressionen

 

FHT 2008
06./07. Mai
Warberg

 

Tagungsergebnis

 
Futtermittelhandelstag erneut erfolgreich verlaufen

 

 

Der deutschen Mischfutterindustrie machen derzeit unterschiedliche Einflussfaktoren das Wirtschaften schwer. Das war die vorherrschende Meinung der rund 150 Teilnehmer des „Futtermittelhandelstages“, zu dem der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT), der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft (BVA), der Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse (VdG) und die Bundeslehranstalt Burg Warberg eingeladen haben.

In der Futtermittelwirtschaft hat in den vergangenen Jahren ein stetiger Konzentrationsprozess stattgefunden. Vor zehn Jahren waren rund 550 Mischfutterhersteller am Markt; heute sind es deutlich weniger Betriebe sagte Dr. Dietrich Schwier von der Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH, Düsseldorf. Die Vorteile, die große Betriebe haben, würden dort für weiteres Wachstum sorgen, die kleineren Unternehmen müssten sich nach der Decke strecken. Dabei sorgten die anfallenden Transportkosten allerdings dafür, dass die Großbetriebe nicht uneingeschränkt wachsen würden, betonte Schwier. Probleme bereitet neben den hohen Rohstoffpreisen auch die Verknappung bei einigen Zusatzprodukten, Monopole bei Vitaminen, der Konzentrationsprozess in der Branche bis hin zur EU-Agrarpolitik, die im Moment die Null-Toleranz für in der EU nicht zugelassene gentechnisch veränderte Sorten festhält.

Bobby Richie, US-Botschafter in Berlin für Agricultural Affairs, sieht für die USA keine direkte Notwendigkeit in den politischen Dialog mit der EU-Kommission zu treten. „Unsere Hauptabnehmer für GV-Soja und -Mais sitzen nun in China und in Asien insgesamt, Europa ist ein stetig schrumpfender Markt geworden. Europa müsste sich mittelfristig überlegen, ob es wirklich wirtschaftlich ist, einen Sonderweg zu gehen. In den USA ist Richie zufolge Biotechnologie bereits auf breiter Basis akzeptiert. Er rät dazu, dass sich auch die EU-Mitgliedstaaten der ökonomischen Realität stellen und ihre Blockadepolitik für GVO überdenken sollten.

Sebastian Kuck, Cargill GmbH, Amsterdam, macht die Vorstellungen seines Unternehmens zum Handel von GV-Soja der zweiten Generation konkreter. „Praktikabel für die US-Ernte 2008 wäre ein Schwellenwert von 0,9-% für die noch nicht in der EU zugelassene GV-Sojabohne. Dies ist aber nur realisierbar, da sich die Sorte im Vermehrungsanbau befindet und noch nicht für kommerzielle Zwecke genutzt wird. Da für 2009 der kommerzielle Anbau geplant ist, muss seiner Meinung nach bis dahin die GV-Sojabohne in der EU zugelassen sein. „Ein möglicher Schwellenwert von 0.9% hilft uns dann nicht mehr weiter“, so Kuck. Grundsätzlich muss auch davon ausgegangen werden, dass die Verbreitung der GV-Sojabohne über die US-Grenzen hinweg schnell erfolgen wird. Wenn es für 2009 keine Einigung gibt, seien GVO kein US-amerikanisches oder argentinisches, sondern ein rein europäisches Problem, sagte Kuck. Allerdings seien 2007 lediglich 1 Mio. t Soja aus den USA nach Deutschland geflossen, erklärte Schwier. Deutlich mehr Soja sei aus Brasilien gekommen. Aber auch andere Länder klopften in Brasilien an, seitdem es in Argentinien Probleme gebe. „Bisher haben wir insbesondere bei Sojaschrot einen relativ gleichmäßigen Preisverlauf gehabt. Wenn wir uns selber einschränken, aus welchen Ländern wir Ware beziehen, müssten wir hier mehr vorrätig haben und jeden Preis zahlen“, sagte Schwier.

Noch deutlichere Worte fand Claus- Peter Wölpern von der KOFU Tiernahrung GmbH, Neuss. „Es interessiert keinen Saatguthersteller, ob wir hier GVO haben wollen oder nicht. Im Agrarbereich sind wir in der Welt klein und unbedeutend. Die wichtigen Absatzmärkte sind in Asien und in Südamerika, daher können wir überhaupt keinen Druck auf die Saatguthersteller ausüben“, erläuterte Wölpern. Eine Möglichkeit, diese Situation zu entschärfen, wäre, neue Produkte in den Futtermischungen einzusetzen und alte wiederzubeleben, wie Roling betonte. Schon jetzt finden vermehrt Sorghum und Tapioka Einsatz in den Mischungen, aber es blieben Engpässe bei den endlichen Stoffen wie z.B. Phosphor. „Wir haben eine sehr gute Verfügbarkeit von Fleisch-Knochen-Mehl aus der Lebensmittelwirtschaft. Warum nehmen wir das nicht?“ Hier sitze eine der Ursachen für die Verteuerung der Lebensmittel. „Einige Nebenprodukte aus der Lebensmittelindustrie werden zu wenig genutzt, andere aufwändig vernichtet“, sagte der DVT-Sprecher.
 

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