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Futtermittelhandelstag 05./06. Mai 2009, Warberg |
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Begrüßung und Eröffnung,
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Helmut Wulf
Deutscher Verband Tiernahrung, Bonn
Die Finanzkrise
und die Folgen für den Mittelstand (siehe
unter Vorträge)
Prof. Dr. Peter Reichling (angefragt)
Otto-von-Guericke-Universität, Lehrstuhl für Finanzierung und Banken,
Magdeburg
Die
Agrarproduktion / Rohstoffmärkte Mittel- und Osteuropas –
Erwartungen und Realitäten (siehe
unter Vorträge)
Alfons Mosel
Almos Alfons Mosel Handels GmbH, Nittendorf
Der
südamerikanische Futtermittelmarkt - ein Praxisbericht über die aktuelle
Marktlage
Per Matsen
Dänemark
Wohin steuern
die Märkte in diesem wirtschaftlichen Umfeld – die Aufgaben der
Futtermittelwirtschaft
Dr. Walter Helms
H. Bröring GmbH & Co. KG
Bert-Jan Ruumpol
ForFarmers B.V., Lochem
Rudolf Joost-Meyer zu Bakum
Meyerhof zu Bakum GmbH,
Melle Gesellschaft für oekologische Tierernährung e.V. i.Gr. - GOETE
Dr. Peter Streit
Likra West GmbH, Ingolstadt
Alfons Mosel
Almos Alfons Mosel Handels GmbH, Nittendorf
Diskussionsleitung Dr. Heinz Roling
Herocon, Süderbarup
Transportkosten
Währungsrisiken, Vertragsabwicklung – die zusätzlichen Risiken des Handels.
Überblick, Trends und Lösungsansätze (siehe
unter Vorträge)
Sandro Glückert
Arp, Thordsen, Rautenberg GmbH & Co. KG, Ratzeburg
Commodity Risk
Management – the value of an Integrated Risk Management Program for the
Agribusiness
(siehe unter Vorträge)
Larry Kembell
FC Stone, Kansas City
Einschätzung
der wichtigsten Zusatzstoffgruppen in der globalen Entwicklung der
Tierernährung (siehe
unter Vorträge)
Dr. Georg Kau
DSM Nutritional Products
Die Finanzkrise
und die Folgen für den Mittelstand
Prof. Dr. Peter Reichling
Otto-von-Guericke-Universität, Lehrstuhl für Finanzierung und Banken,
Magdeburg |
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Die
Agrarproduktion / Rohstoffmärkte Mittel- und Osteuropas –
Erwartungen und Realitäten
Alfons Mosel, Almos Alfons Mosel Handels GmbH, Nittendorf |
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Transportkosten
Währungsrisiken, Vertragsabwicklung – die zusätzlichen Risiken des Handels.
Überblick, Trends und Lösungsansätze
Sandro Glückert, Arp, Thordsen, Rautenberg GmbH & Co. KG, Ratzeburg |
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Commodity Risk
Management – the value of an Integrated Risk Management Program for the
Agribusiness
Larry Kembell,
FC Stone, Kansas City |
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Einschätzung
der wichtigsten Zusatzstoffgruppen in der globalen Entwicklung der
Tierernährung
Dr. Georg Kau, DSM Nutritional Products |
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Erfolgreicher FuttermittelhandelstagDie
Futtermittelwirtschaft muss sich zukünftig auf zunehmende
Volatilität im Markt und bei der Rohwarenbeschaffung einstellen.
Diese Herausforderung stand im Mittelpunkt des diesjährigen
Futtermittelhandelstags, der am 05. und 06. Mai auf Burg Warberg
stattfand. Veranstaltet wurde der traditionsreiche
Futtermittelhandelstag vom Bundesverband der Agrargewerblichen
Wirtschaft (BVA), dem Deutschen Verband Tiernahrung e.V. (DVT), dem
Verein der Getreidehändler der Hamburger Börse e.V. (VdG) und der
Bundeslehranstalt Burg Warberg. Der Branchentreff war auch in diesem
Jahr mit 160 Teilnehmern wieder gut besucht. Die
beiden letzten Wirtschaftsjahre haben gezeigt, dass die Agrarmärkte
einem starken Strukturwandel ausgesetzt sind. Für die Branche
bedeutet dies, sich verstärkt mit Instrumenten des Risikomanagements
vertraut zu machen. „Heute gehe Risikovermeidung vor Rendite,
stellte der Präsident des DVT, Helmut Wulf, dazu in seiner
Eröffnungsrede fest. Für das laufende Jahr erwartet er eine um 5
% rückläufige Mischfutterproduktion in Deutschland. Dies
entspräche einem Minus von 1,2 bis 1,3 Mio t im Vergleich zu 2008.
Damit könne die Branche aber insgesamt noch zufrieden sein, sagte
Wulf. Prof. Reichling von der Universität
Magdeburg erläuterte in seinem Vortrag die Auswirkungen der
Finanzkrise auf den Mittelstand. Er betonte, dass die Firmen
zukünftig noch größeres Augenmerk auf ihr Rating und das
Risikomanagement ihres Betriebes legen müssten. Als eine
wichtige Voraussetzung, um mit der stärkeren Volatilität der Märkte
besser fertig zu werden, nannte Peter Streit von der Likra
West GmbH in Ingolstadt die Notwendigkeit von größerer Effizienz in
den Futtermittelbetrieben. Auf die Möglichkeiten, die sich für die
Branche bei der Risikoabsicherung durch den Einsatz von
Finanz-instrumenten wie Hedges und Futures ergeben, machten die
US-amerikanischen Experten von FC Stone aufmerksam. Sie
unterstrichen, dass sich die Volatilität der Agrarmärkte seit dem
Jahr 2000 mehr als verdoppelt habe. Dies mache ein effizientes
Risikomanagement unbedingt erforderlich. Mit einer passenden
Hedge-Strategie könnten sich die Unternehmen und Betriebe
kontinuierlich gegen die Marktrisiken absichern, sagte Larry
Kembell. Dass die weltweite Finanzkrise auch
die Landwirtschaft erreicht hat, zeigte Alfons Mosel, Almos
Handels GmbH, Nittendorf auf. Der Osteuropaexperte berichtete von
einer kritischen Lage vor allem in der Ukraine, Russland und
Kasachstan, wo finanzielle Mittel für die Feldbestellung und die
notwendigen Betriebsmittel fehlen würden. In diesen Ländern sei eine
mangelnde Versorgung der Böden mit den Nährstoffen Phosphat und Kali
festzustellen. Pflanzenschutzmaßnahmen würden nur unzureichend
durchgeführt, da den Landwirten die finanziellen Mittel fehlen.
Erschwerend komme die Trockenheit in vielen Regionen hinzu. Deshalb
sei mit niedrigeren Hektarerträgen bei Getreide als bisher
angenommen zu rechnen. Ins Schwanken geraten auch die für das neue
Wirtschaftsjahr 2009/10 veranschlagten Exportzahlen. Ob die
beispielsweise für Ungarn vorhergesagte Exportmenge für Weizen in
Höhe von etwa 3 Mio. t im kommenden Wirtschaftsjahr 2009/10
realisiert werden könne, hält Mosel für fraglich. Gleiches gelte für
ungarischen Mais, dessen Exportvolumen bisher auf rund 4,2 Mio. t
geschätzt wurde. Für die östlichen EU-Länder rechnet Mosel mit
einer mittleren Getreideernte und reduzierten Exportaussichten.
Große Produktionsreserven bestehen nach den Worten des dänischen
Maklers Per Matsen auf dem südamerikanischen
Futtermittelmarkt. Allein Brasilien könne in den kommenden zehn
Jahren seine Agrarproduktion ohne Schwierigkeiten verdrei-fachen,
erläuterte er. Seiner Ansicht nach liegt ein wesentlicher Grund für
die verhältnis-mäßig hohen Preise am Sojamarkt darin, dass in Europa
alle Einkäufer „wie die Lemminge agieren“. Die Lagerhaltung der
europäischen Unternehmen decke in der Regel höchstens den Bedarf von
ein bis anderthalb Monaten ab, sagte Matsen. Das hohe Niveau des
Sojapreises sei also wesentlich durch das kurzfristige
Einkaufsverhalten der Kunden geprägt. Andere Faktoren wie eine
geringer geschätzte Ernte in Argentinien würden die Entwicklung
stützen, erläuterte Per Matsen. Das Wissen über den dringenden
Bedarf der Kunden werde von den Lieferanten genutzt. Der Sojamarkt
habe den Charakter eines von der "Hand-in den Mund"-Geschäfts
entwickelt. Niemand wolle Engagements über einen Zeitraum von sechs
Wochen hinaus eingehen. Der Sojapreis werde fallen, zeigte
sich Matsen überzeugt. Nur wisse niemand den Zeitpunkt.
Sorge bereiten der Branche weiterhin die EU-Vorschriften zur
Freiheit von gentechnisch veränderten Bestandteilen (GVO) bei
Futtermitteln – dies wurde auf der Podiumsdiskussion in Warberg
deutlich. Die Unternehmen sollten diesbezüglich nur deklarieren, was
sie tatsächlich eindeutig einzuhalten in der Lage seien, sagte
Streit. Andernfalls befürchtet er Glaubwürdigkeitsprobleme wie
zuzeiten der BSE-Krise. Tiernahrungsexperte Wölpern unterstrich
dazu, dass die Industrie bereit sei, GVO-freie Futtermittel
anzubieten, wenn dies gefordert werde. Allerdings müsse dabei
zunächst sichergestellt werden, dass die Futtermittelproduzenten von
ihren Vorlieferanten mit tatsächlich GVO-freien Rohstoffen versorgt
würden. Grundsätzlich sieht Matsen jedoch kein Problem darin, aus
Südamerika GVO-freie Futtermittelrohstoffe zu beziehen. |
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