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Bison Schweiz AG |
Bruker Optik GmbH |
FOSS GmbH |
3M Deutschland GmbH |
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Analytik von Mykotoxinen und GVO:
3M Deutschland GmbH | NEOGEN Europe Ltd.
Analysesysteme, Laborgeräte:
BÜCHI Labortechnik GmbH
Analysesysteme für Futtermittel:
Bruker Optic GmbH |
FOSS GmbH |
PERTEN INSTRUMENTS GmbH
Software für Futtermittelwerke und Agrarhandel:
Landwehr Computer- und Software
GmbH |
Bison Schweiz AG
Software für den internationalen Lebensmittel-,
Futter- und Tierproduktionssektor:
Adifo GmbH
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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Geschäftsführer
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V.,
Warberg
Helmut Wulf
Präsident
Deutscher Verband Tiernahrung e.V.,
Bonn
GAP- Reform 2013 Wird der
Pflanzenbau/die 2. Säule
„eingegrünt“?
Dr. German Jeub
Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und
Verbraucherschutz, Berlin
Welchen Einfluss hat die Reform
auf die tierische Veredlung?
Josef Efken
Johann Heinrich von Thünen Institut,
Braunschweig
Dioxin-Skandal – Was ändert sich
für die amtliche
Futtermittelkontrolle?
Prof. Dr. Eberhard Haunhorst
Landesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit (LAVES),
Oldenburg
Was lernen wir aus dem
Dioxin-Skandal?
Statements und Diskussionspartner
Prof. Dr. Eberhard Haunhorst
Landesamt für Verbraucherschutz und
Lebensmittelischerheit (LAVES),
Oldenburg
Günter Scheper
DEU Eiervertriebsgesellschaft
mbH & Co. KG, Dinklage
Heinz Neesen
GSAgri, Schneiderkrug und
Vizepräsident des DVT
Josef Hempen
Böseler Goldschmaus GmbH & Co.
KG, Garrel
Diskussionsleitung
Bernhard Krüsken
Deutscher Verband Tiernahrung,
Bonn
Zertifizierung der Nachhaltigkeit
im Futtermittel- und
Lebensmittelhandel?
Martina Fleckenstein
WWF, Vertretung Berlin
Entwicklungen auf dem Eiweißmarkt
Stefan Ludwig
ADM, Hamburg
Wohin bewegt sich der Markt
energiehaltiger Futtermittel?
Dr. Heinz Roling
Joh. Kohnen GmbH & Co KG, Sögel
Wohin steuern die Märkte?
Podiumsdiskussion mit den
vorangegangenen Referenten
Diskussionsleitung
Bernhard Dahmen
CropEnergies AG, Ochsenfurt
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Der
Futtermittelhandelstag, der
traditionell jährlich vom
Bundesverband der
Agrargewerblichen Wirtschaft
(BVA), Deutscher Verband
Tiernahrung (DVT), Verein
der Getreidehändler (VdG)
und der Bundeslehranstalt
Burg Warberg veranstaltet
wird, war auch in diesem
Jahr mit rund 120 Personen
gut besucht.
Einen
kurzfristig festen Markt für
energiehaltige Futtermittel
erwartet unser Mitglied
Dr. Heinz Roling von der
Johannes Kohnen GmbH & Co.
KG. Bis zur neuen Ernte
seien anhaltend hohe Preise
für Futtergetreide zu
erwarten, erläuterte Dr.
Roling auf dem
Futtermittel-handelstag
letzte Woche. Die Frage, ob
das hohe Preisniveau der
letzten Wochen in die Ernte
2011 übertragen werde, sei
in den letzten Tagen durch
die extreme Wettersituation
beantwortet worden. Die
anhaltende Trockenheit in
weiten Teilen von Frankreich
und Deutschland lasse
irreversible Ertragsschäden
am heranreifenden Getreide
erwarten. Erst nach
Abschluss des
Getreidedruschs - also etwa
ab September - könnte bei
Verfügbarkeit der Maisernte
eine Preiskorrektur beim
Futtergetreide erfolgen,
erwartet der Marktexperte.
Für die Ernteschätzung bei
Getreide gelte die bewährte
80 zu 20 Regel, wonach 20 %
der Produzenten mehr als 80
% einer Ware produzierten.
Die Hälfte des weltweiten
Aufkommens von Weizen wachse
in nur vier Ländern, weshalb
regionale Wetter-extreme
enorme Auswirkungen auf das
globale Angebot haben
könnten. Abweichungen von 10
% nach oben oder unten
gegenüber dem Trendertrag
seien beim Weizen keine
Seltenheit, entsprächen aber
immerhin 40 % des aktuellen
globalen Lagerbestandes.
Kurzfristig werde in Sachen
Preisentwicklung auch die
Mengenverfügbarkeit auf der
Südhalbkugel eine Rolle
spielen. Auf mittlere Sicht
geht Dr. Roling davon aus,
dass der Nachfragesog aus
den drei Hauptsektoren
Nahrung, Futtermittel und
Biotreibstoffe bei hohen
Preisen die Marktentwicklung
vorgeben werde. Die Höhe der
Produktionskosten werde die
weltweite Mengenentwicklung
bei den energiehaltigen
Futtermitteln bestimmen.
Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung würden
dabei die
Produktionsmethoden der
Zukunft beschreiben. Der
Futtermittelspezialist geht
davon aus, dass klassische
Rohwaren wie Getreide auch
in Zukunft ihren Platz in
der Futtergestaltung finden
werden. Öle und Fette seien
im Vergleich zu
kohlenhydratliefernden
Produkten sehr teuer. Die
absolute Vorzüglichkeit
bestimmter Rohwaren sei bei
der Optimierung der
Futterration jedoch nur
schwer zu finden.
Wichtiges
Thema des
Futtermittelhandelstages war
auch der Dioxin-Skandal.
Heinz Neesen vom
Futtermittelunternehmen GS
agri stellte klar, dass
die Mischfutterindustrie
nicht Auslöser, sondern
Geschädigte der Dioxinkrise
sei. Um solche Krisen in
Zukunft professionell zu
managen, müsse eine fachlich
kompetente, politisch
unabhängige Stelle auf
Bundesebene geschaffen
werden, wo alle
Informationen aus den
Bundesländern
zusammenliefen. Im Zuge des
Risikomanagements müsse
zunächst eine fachliche
Beurteilung von
Grenzwertüberschreitungen
vorgenommen werden. Erst
dann dürften gegebenenfalls
zum Verbraucherschutz
notwendige Maßnahmen
eingeleitet werden. Bei den
jüngsten Dioxinfunden wäre
es gar nicht notwendig
gewesen, so massiv an die
Öffentlichkeit zu gehen.
Zudem habe sich die
Abstimmung zwischen
einzelnen Bundesländern
aufgrund der politisch
unterschiedlichen Ansätze
als schwierig erwiesen,
monierte Neesen. Der
Präsident vom Deutschen
Verband Tiernahrung (DVT),
Helmut Wulf,
kritisierte, dass einige
wenige
Grenzwertüberschreitungen
für eine große politische
Kampagne instrumentalisiert
worden seien. Man habe die
beteiligten Unternehmen der
Wertschöpfungskette - vom
Futterlieferanten bis zum
Landwirt – „im Regen“ stehen
lassen. Im Nachgang könnten
nun weder Politik noch
Überwachungsbehörden zur
Verantwortung für die
entstandenen
wirtschaftlichen Schäden
gezogen werden. Finanzielle
Verluste würden in keinster
Weise entschädigt. Die
Dioxinkrise vom Jahresbeginn
könnte der deutschen
Eierwirtschaft finanzielle
Verluste von mindestens 100
Mio. Euro beschert haben.
Diese Summe enthält nach
Angaben von Günter
Scheper von der DEU
Eiervertriebsgesellschaft
mbh & Co. KG
Umsatzeinbußen durch
Betriebssperrungen ebenso
wie einbrechende
Verkaufserlöse durch den
Käuferstreik der
Verbraucher.
Laut
Prof. Eberhard Haunhorst vom
Niedersächsischen Landesamt
für Verbraucher-schutz und
Lebensmittelsicherheit (LAVES)
hat die Zusammenarbeit
zwischen den Behörden, aber
auch zwischen Behörden und
Wirtschaftsbeteiligten sowie
Verbänden nach den jüngsten
Dioxinfunden sehr gut
funktioniert. Zur Bewertung
der Situation seien erstmals
gleichberechtigt Ergebnisse
aus amtlichen Untersuchungen
und der Privatwirtschaft
herangezogen worden,
erläuterte Prof. Haunhorst.
Allerdings gebe es durchaus
Themenfelder, bei denen
Verbesserungen möglich und
notwendig seien, so der
LAVES-Präsident. Notwendig
sei beispielsweise die
Etablierung eines
einheitlichen
Betriebsverzeichnisses für
alle Betriebe in der
Wertschöpfungskette.
Hilfreich wäre auch ein
einheitlicher Datenpool für
Wirtschaft und
Überwachungsbehörden. Mit
entscheidend für eine rasche
Krisenbewältigung sei ein
effizientes Risikomanagement
sowie die Verbesserung der
Rückverfolgbarkeit für
Futtermittel und
Lebensmittel, ferner die
Zusammenführung der
Untersuchungsergebnisse von
Behörden und der
betrieblichen
Eigenkontrollen auf einer
Plattform.
In seinem
Vortrag zur GAP-Reform 2013
ging Dr. German Jeub vom
Bundesland-wirtschafts-ministerium
davon aus, dass eine
endgültige Entscheidung über
die künftige
Finanzausstattung der
EU-Agrarpolitik erst im Jahr
2013 fallen dürfte, was der
Agrarwirtschaft wenig
zeitlichen Spielraum zur
Anpassung an neue
Förderkriterien lassen wird.
Seiner Auffassung nach wird
über die künftige
Finanzierung der Gemeinsamen
Agrarpolitik erst nach der
französischen
Präsidentschaftswahl
entschieden, die im Frühjahr
2012 stattfindet. „Ohne
Kenntnis des Haushalts
wiede-rum kann nicht
abschließend über einzelne
Politik-Maßnahmen im
Agrarbereich entschieden
werden", ergänzte Dr. Jeub.
Mit Beschlüssen über den
künftigen Finanzrahmen
rechnet Dr. Jeub erst unter
irischer Ratspräsidentschaft
in der ersten Jahreshälfte
2013. Bis dahin werde es
bezüglich der geplanten
Reform der EU-Agrarpolitik
Ausrichtungsdiskussionen
geben, die allesamt unter
Vorbehalt der endgültigen
finanziellen Vorausschau
nach 2013 stünden. Bei der
Neujustierung der
Gemeinsamen Agrarpolitik
trete sein Haus für
entkoppelte, regional
einheitliche Direktzahlungen
zur Einkommenssicherung
sowie zur Entlohnung nicht
marktfähiger
gesellschaftlicher
Leistungen ein. Gerade bei
der Entkopplung hätten
andere Mitgliedstaaten teils
großen Nachholbedarf
gegenüber Deutschland.
„Zudem lehnen wir jegliche
Form der Kappung oder
Degression ab", stellte Dr.
Jeub klar. Cross Compliance
hält man im BMELV auch
künftig für unverzichtbar.
Allerdings, so Dr. Jeub, sei
eine konsequente
Vereinfachung durch
Überarbeitung des Regelwerks
notwendig. |