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Der Getreidehandelstag 2008 wurde von den nachstehenden
4 Firmen unterstützt: |
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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Bruno Fehse
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn
Aussichten des Getreidemarktes in der Schwarzmeerregion
und Kasachstan (siehe unter Vorträge)
Perspectives of the grain markets in the Black Sea area and Kazakhstan
Dimitri Rylko
Moskauer Institut für Agrarwirtschaft, Moskau
Entwicklung der Deckungsbeiträge im Marktfruchtbau –
Anbauentscheidungen der Landwirtschaft (siehe
unter Vorträge)
Stephan Georg Lüders
LMS Landwirtschaftsberatung GmbH, Bad Doberan
Finanzierung und Besicherung im Getreidehandel
(siehe unter Vorträge)
Jürgen Hohnholt,
Hans-Christian Hülsmann
Bremer Landesbank, Oldenburg
Die technische Analyse der Agrar- und Finanzmärkte –
Kapitalanleger entdecken die Landwirtschaft
Johann Schmalhofer
Börsenbauer, Taimering
Zeugnisübergabe an die Teilnehmer des Lehrgangs „Getreidemanager“-Stipendienübergabe
der Erwin-Fromme Stiftung des Agrarhandels
Schnelltest für Mykotoxine – was gibt es neues?
Jörg P. Euler
Aokin AG, Berlin
Podiumsdiskussion – Der Getreidemarkt vor der Ernte 2008
aus Sicht:
• des Erfassungshandels
Herbert Gutscher,
Getreide-Gutscher GmbH & Co KG Sieghartskirchen, Österreich
Christian Poppenborg,
Agravis Raiffeisen AG, Hannover
• der Futtermittelwirtschaft
Helmut Wulf,
Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG, Düsseldorf
• der Mühlenwirtschaft
Joachim Kuhlmann, Hedwigsburger Okermühle GmbH, Hedwigsburg
• des internationalen Agrarhandels
Frank Gagel,
Schouten Ceralco, Rotterdam, Niederlande
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Aussichten des Getreidemarktes in der
Schwarzmeerregion und Kasachstan
Dimitri Rylko, Moskauer Institut für Agrarwirtschaft, Moskau |
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Entwicklung der Deckungsbeiträge im
Marktfruchtbau – Anbauentscheidungen der Landwirtschaft
Stephan Georg Lüders, LMS Landwirtschaftsberatung GmbH, Bad
Doberan |
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Finanzierung und Besicherung im Getreidehandel
Jürgen Hohnholt, Hans-Christian Hülsmann, Bremer
Landesbank, Oldenburg |
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"international markets"
Frank Gagel, Grain department, SCHOUTEN-CERALCO |
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Erfolgreicher Getreidehandelstag am 24. - 25. Juni
2008 auf Burg Warberg
Der Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V.
(BVA) veranstaltete traditionell zusammen mit der Bundeslehranstalt Burg
Warberg, dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) und dem Verband Deutscher
Mühlen (VDM) den Getreidehandelstag in Warberg. BVA-Präsident Bruno Fehse
begrüßte rund 120 Teilnehmer aus den Bereichen Landhandel, Mühlen,
Futtermittelindustrie/- handel und Verwaltung und betonte die Bedeutung
eines solchen Treffens kurz vor der Ernte für die Branche. Für die
Entwicklung der Getreidepreise in Deutschland und in der EU wird neben dem
ausreichenden Mengenangebot vor allem das Exportgeschäft besondere Bedeutung
besitzen, nachdem der schwache Dollar sowie die aggressive Konkurrenz aus
den USA und der Schwarzmeerregion den EU-Exporteuren im laufenden
Wirtschaftsjahr nur wenig Spielraum eröffnet hatten, so Fehse weiterhin.
Neben der Notwendigkeit ausreichender Exporte hängt der Preisverlauf bei
Getreide und Ölsaaten auch davon ab, welche Ernten hier in Deutschland aber
auch in anderen Hauptanbauländern in Menge und Qualität tatsächlich vom Feld
kommen. „Ich habe Verständnis dafür, dass die Landwirte mit uns Handel über
neue Vermarktungsmodelle sprechen möchten. Teilverkäufe über das gesamte
Wirtschaftsjahr sind da sicherlich eine geeignete Option“, so Fehse. Er wies
aber auch darauf hin, dass die Landwirtschaft und der Erfassungshandel auch
eine Pflicht zur Marktversorgung haben. Es ist sicherlich die Entscheidung
jedes einzelnen Unternehmers, den für ihn geeigneten Verkaufszeitpunkt
festzulegen. Dabei immer auf steigende Preise zu setzen, ist keine gute
Strategie.
Dimitri Rylko, Leiter des Moskauer Instituts für
Agrarwirtschaft, erläuterte in seinem Vortrag, dass aus der
Schwarzmeerregion in diesem Jahr voraussichtlich wieder mehr als 30 Mio. t
Getreide exportiert werden. Insgesamt bezifferte der russische Experte den
möglichen zur Verfügung stehenden Exportüberschuss der Region an Getreide im
Getreidewirtschaftsjahr 2008/09 auf rund 38,8 Mio. t. Dies würde einem Plus
um 11,3 Mio. t im Vergleich zu 2007/08 entsprechen. Dazu würde demnach vor
allem die Ukraine beitragen, deren Exportüberschuss laut Rylko um 10,3 Mio.
t auf 15 Mio. t anwächst. Für Russland nannte er einen Zuwachs um 2,2 Mio. t
auf 15,5 Mio. t, während in Kasachstan der Exportüberschuss um 1,2 Mio. t
auf 8,3 Mio. t zurückgehen dürfte. Bei Weizen ist nach seinen Worten ein
Anstieg des Überschusses um 5,9 Mio. t auf 28 Mio. t zu erwarten. Auch in
diesem Segment legt insbesondere die Ukraine um 5,3 Mio. t auf 7 Mio. t zu.
Angesichts dieser prognostizierten Mengen, die für den
Export aus der Schwarzmeerregion bereitstehen, rechnen die hiesigen Händler
mit aggressiven Angeboten. Dies wird den EU-Exporteuren im laufenden
Wirtschaftsjahr nur sehr geringe Möglichkeiten eröffnen, befürchten sie.
Beim Preis wird man mit den Angeboten aus der Schwarzmeerregion nicht
mithalten können, hieß es im Rahmen der Podiumsdiskussion in Warberg. Wenn
der EU-Getreidemarkt sich so entwickelt wie bisher absehbar, wird es aber zu
Überhängen kommen, die sich negativ auf den Preis auswirken werden. Es wird
immer deutlicher, dass in diesem Jahr mit einer guten EU-Getreideernte zu
rechnen ist, die voraussichtlich ein Plus von 26 Mio. bis 35 Mio. t
gegenüber dem Vorjahr aufweist. Dennoch herrscht Unsicherheit über das
Preisniveau in der Ernte, denn die Erzeuger werden nach Ansicht der Händler
voraussichtlich zunächst wenig Ware abgeben wollen, in der Hoffnung auf
weiter steigende Notierungen. Bei einem solchen Vorgehen müssten die
Landwirte darauf gefasst sein, dass der bestehende Bedarf möglicherweise
durch andere Herkünfte gedeckt werden könnte, warnten zahlreiche
Handelsexperten.
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