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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Die Ölsaatenmärkte nach der Rohstoffhausse? (siehe
unter Vorträge)
Juliane von Einem
ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg
Know-how für eine globale Weiterentwicklung der
Biokraftstoffe (siehe unter Vorträge)
Claus Sauter
VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig
Finanzierung und Risikomanagement im Handelsgeschäft
(siehe unter Vorträge)
Hans-Christian Hülsmann
Bremer Landesbank, Oldenburg
Preise - Mengen - Volatilitäten - Chancen und Risiken der
Märkte
Sandro Glückert
ATR Landhandel, Ratzeburg
Dr. Norbert Heim
UFOP - Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V., Berlin
Günther Hell
Bundesverband der Dezentralen Oelmühlen e.V., Saarbrücken
Hans-Christian Hülsmann
Bremer Landesbank, Bremen
Juliane von Einem
ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg
Dr. Matthias Nickel
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn
Claus Sauter
VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig
Moderation:
Bernd Kleeschulte
Bundesverband der agrargewerblichen Wirtschaft e. V., Bonn
Internationale Marktentwicklung und
Produktdifferenzierung von Ölsaaten (siehe
unter Vorträge)
Prof. Dr. Rainer Kühl
Universität Gießen, Gießen
Qualität der Ölsaatenproduktion und -verarbeitung (siehe
unter Vorträge)
Dr. Bertrand Matthäus
Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel, Münster
Entwicklung des Rapsschrot-/Rapskuchen-Absatzes (siehe
unter Vorträge)
Dr. Jürgen Weiß
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Kassel
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Die Ölsaatenmärkte nach der
Rohstoffhausse?
Juliane von Einem, ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg |
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Know-how für eine globale
Weiterentwicklung der Biokraftstoffe
Claus Sauter, VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig |
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Finanzierung und Risikomanagement im
Handelsgeschäft
Hans-Christian Hülsmann, Bremer Landesbank, Oldenburg |
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Internationale Marktentwicklung und
Produktdifferenzierung von
Ölsaaten
Prof. Dr. Rainer Kühl, Universität Gießen, Gießen |
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Qualität der
Ölsaatenproduktion und -verarbeitung
Dr. Bertrand Matthäus, Bundesforschungsanstalt für Ernährung
und Lebensmittel, Münster |
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Entwicklung des
Rapsschrot-/Rapskuchen-Absatzes
Dr. Jürgen Weiß, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Kassel |
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Erfolgreicher 3. Ölsaatenhandelstag auf Burg Warberg
Angesichts stark volatiler Märkte für Ölsaaten lag der
Schwerpunkt des diesjährigen Ölsaatenhandelstages (24./25.09. in Warberg) in
der Berichterstattung über die aktuellen Märkte und die künftigen
Markttendenzen. Nach Einschätzung von Juliane von Einem, ADM
Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, seien die Fundamentaldaten weltweit
derzeit eher bärisch. Bei Soja geht ADM von einer sehr guten US-Ernte aus
und auch in Südamerika wird mit einer deutlichen Ausdehnung der Anbauflächen
gerechnet. Um im Futtermittelbereich mit dem großen Angebot an
Futtergetreide mithalten zu können, werden sich die Sojaprodukte einpreisen
müssen, erwartet von Einem. Bei Raps wird eine sehr große Ernte in der
Schwarzmeerregion, Kanada und der EU erwartet. Die EU wird durch Importe aus
der Ukraine, der GUS und im Frühjahr aus Australien versorgt werden. Bei
Importen in die EU von geschätzt 1,6 Mio. t Raps werden dann auch die
Bestände voraussichtlich zulegen. Für Deutschland wird für die neue
Rapsanbaufläche ein Plus von 5 bis 10 % erwartet. Die Preise am
Rapsmarkt bewegen sich derzeit mit dem Auf und Ab der Ölpreise. „Wir hängen
am Tropf des Mineralöls“, kommentierte von Einem. In den Diskussionen auf
dem Handelstag wurde aber nicht nur der Mineralölpreis, sondern auch die
Entwicklung des US-Dollars als entscheidender Faktor für den Speiseölpreis
bewertet. Die Frage, ob bzw. wann sich die Agrarsparte von den externen
Märkten wieder abkoppeln kann, ist weiter offen. Die Landwirtschaft muss
sich damit abfinden, dass die Weltmarktpreise den Markt bestimmen.
Für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Biokraftstoffe
setzte sich Fabian Hahn von Burgsdorff als Verbio-Vertreter
nachdrücklich ein. Zunächst stellte er klar, dass Biokraftstoffe nicht
für steigende Nahrungsmittelpreise oder den Hunger in der Welt
verantwortlich gemacht werden können. Dazu seien die Mengen viel zu
klein, um einen nachhaltigen Einfluss zu haben. So werde von der weltweiten
Getreideerzeugung nur 5 % für Biokraftstoffe und in der EU nur 1,2 % für
Bioethanol eingesetzt. Vielmehr seien hohe Öl- und Gaspreise sowie die
gestiegene Nachfrage aus den Schwellenländern für die hohen
Nahrungsmittelpreise verantwortlich. Auch der Biokraftstoff sei sehr
volatil, so dass die Vereinigte BioEnergie AG (Verbio) verstärkt auf
Koppelprodukte/ Reststoffe wie Fettsäure, Pharmaglyzerin und Biodünger
setze. Bei der Frage, wann Roggen wieder stärker zur Bioethanolproduktion
herangezogen werde, verwies von Burgsdorff darauf, dass die Kalkulation
momentan noch nicht passe.
Zum Thema „Finanzierung und Risikomanagement im
Handelsgeschäft" referierte Hans-Christian Hülsmann von der Bremer
Landesbank (BLB). Nach einem Exkurs über die gestiegenen
Finanzierungsrisiken durch volatile Märkte ging Hülsmann auf die verschieden
Instrumente ein, mit denen ein Agrarhändler seine Finanzierungsmöglichkeiten
verbessern kann. Dazu gehören aus Sicht der BLB u.a. Preissicherung über
Kontrakte und Rohstoffbörsen, optimales Lagermanagement, Absicherung gegen
Untergang der Ware und ein aktuelles und transparentes Berichtswesen.
Auf die Frage, ob die aktuelle Finanzkrise Auswirkungen auf den Markt habe,
bemerkte der Vertreter der BLB, dass die Finanzierung im mittelfristigen
Rahmen teurer werde.
Am zweiten Tag befassten sich Prof. Dr. Rainer Kühl
mit dem Thema „Internationale Marktentwicklungen und
Produktdifferenzierungen von Ölsaaten“, Dr. Bertrand Mattäus mit der
„Qualität der Ölsaatenproduktion und -verarbeitung" und Dr. Jürgen Weiß
mit der „Entwicklung des Rapsschrot- Absatzes".
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