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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Marktberichterstattung Ölsaaten – aktuelle Informationen über Angebot und
Nachfrage (siehe unter
Vorträge)
Wienke von Schenck
Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, Bonn
Politikinfo
Ölsaaten – aktuelle Politikberichte und Informationen – von Steuern bis zur
Nachhaltigkeits VO.
Wie kann man sich auf die erwarteten zukünftigen Rahmenbedingungen
einstellen?
Dr. Norbert Heim
UFOP - Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V., Berlin
Dr. Matthias Nickel (siehe unter
Vorträge)
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn
GVO und
Ölsaatenmärkte – aktuelle Entwicklungen (siehe
unter Vorträge)
Dr. Petra Sprick
Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., Berlin
Märkte – was
geht – und wohin?
Bernd Brinkmann
WALTER RAU Neusser Öl und Fett AG, Neuss
Günther Hell
Bundesverband der Dezentralen Ölmühlen e.V., Saarbrücken
Jonst Interfurth
Beiselen GmbH, Ulm
Jens Kaß
STORIMPEX Nawaro GmbH, Glinde
Thomas Quinders
Bernd Quinders Getreide und Futtermittel Agentur GmbH, Neuss
Moderation
Bernd Kleeschulte Bundesverband der agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn
Abwicklung der
Rückzahlung der CMA Beiträge – Vorgehensweise und Regelungen
Dr. Jörg Eggers (siehe
unter Vorträge)
Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V., Berlin
Kann Rapsschrot
die Soja-Lücke schließen? Betrachtungen aus Sicht der Tierernährung (siehe
unter Vorträge)
Dr. Manfred Weber
Zentrum für Tierhaltung und Technik, Iden
Handel im Blick
– die Handhabung von Kassa-, Termin- und Basispositionen zur
Risikoüberwachung (siehe unter Vorträge)
Dr. Claus Möllmann Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
anschl.
Gedankenaustausch der Teilnehmer zum Thema: „Risikobewusstsein im
Unternehmen“
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4.
Ölsaatenhandelstag mit GVO- und Marktentwicklung als Themen
Angesichts
der aktuellen Probleme durch die GVO-Nulltoleranz bei Ölsaaten aus
Drittlandsimporten für das deutsche Agribusiness und die Märkte für
Nahrungs- und Futtermittel, aber auch die chemische Industrie befassten sich
mehrere Referenten mit diesem brisanten Thema anlässlich des
Ölsaatenhandelstages, der am 23. / 24. September 2009 auf Warberg stattfand.
Frau
Wienke von Schenk (AMI) stellte in ihrem Vortrag fest, dass trotz eines
historischen Tiefstands bei den globalen Ölsaatenmärkten die Preise aufgrund
hoher Ernten unter Druck stehen. Allerdings könnte die globale Nachfrage bei
Sojabohnen wieder auf eine Rekordhöhe von über 201 Mio. t steigen. Dem steht
eine geschätzte Erzeugung von 244 Mio. gegenüber. Bei Raps gibt es in Europa
eine Rekordernte, aber weniger in der Ukraine, Kanada und Australien, so
dass die Erzeugung weltweit auf insgesamt 56,6 Mio. t (VJ 58 Mio. t) sinken
wird. Der Verbrauch wächst, auch bei Öl und Schrot, so dass eine
Preiserholung für die 2. Wirtschaftsjahreshälfte möglich erscheint. Als
Fazit lässt sich festhalten: die steigende Ölnachfrage wird v.a.
Palmölmärkte bestimmen, wobei Ölschrote gegenüber preisgünstigem Getreide an
Wettbewerbsfähigkeit verlieren und gleichzeitig Importbarrieren den
EU-Sojaschrotmarkt belasten werden.
Frau Petra
Sprick (Ölmühlenverband) stellte in ihrem Vortrag über die Auswirkungen
der EU-GVO-Nulltoleranz-Politik fest, dass schon in kurzer Zeit der
Veredelungssektor in Deutschland und der EU empfindlich getroffen werden
könnte, da in den großen Exportländern wie USA und Argentinien der
GVO-Anteil über 90 % liegt und ständig neue Sorten hinzukommen, die in der
EU noch nicht zugelassen sind. Dadurch erhöht sich die Gefahr für die
Importeure, dass die Ware in der EU nicht verkehrsfähig ist. Hinzu kommt die
Problematik durch Kontaminationen mit nicht in der EU zugelassenen
Maissorten, die – bedingt durch den Umschlag der Ware - in Spuren (Stäube)
bei Ölsaaten gefunden werden können. Bei einem Selbstversorgungsanteil von
30 % ist die EU dringend auf Importe angewiesen. Sollte sich der Agrarrat am
19. Oktober 2009 nicht auf die Zulassung von drei neuen GVO-Maissorten
verständigen, erwartet die Branche eine Verknappung von Sojabohnen aus den
USA ab Dezember. In diesem Zusammenhang wies Frau Sprick auch darauf hin,
dass eine restriktive EU-Politik zu weiteren Verschiebungen führt, da dann
die Ware noch stärker als bisher nach Asien abfließen wird und der
Markteinfluss, aber auch die tierische Erzeugung der EU weiter zurückgehen
wird.
Außerdem, so
Dr. Manfred Weber (Zentrum für Tierhaltung und Technik), könne eine
drohende Soja-Lücke für den Bedarf an Eiweiß für die Tierproduktion
innerhalb Europas nicht gedeckt werden.
In seinem
Vortrag über den aktuellen Stand der Nachhaltigkeits-Verordnungen stellte
Matthias Nickel (BLE) fest, dass die Nachhaltigkeitsverordnung für
Biomasse zur Stromerzeugung ab Januar 2010 zur Anwendung kommen wird und
somit auch für die Ernte 2010 gelte. Die zuständigen Ministerien arbeiten
zurzeit an einem Referenzsystem für die Nachhaltigkeitsprüfung. Wie die
Zertifizierungssysteme, die künftig über die Einhaltung der
Nachhaltigkeitskriterien wachen sollen, aussehen werden, steht zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht fest. Für Importware werden ebenfalls die
Nachhaltigkeitskriterien gelten.
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