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Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag 22./23. November 2011, Warberg

 

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Programm

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Begrüßung und Eröffnung
Peter Link
Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V., Warberg
Dr. Hans-Bernhard Overberg
Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V., Bonn

Neue Regelungen für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln – Verschärfung oder Erleichterung?
Dr. Hans-Gerd Nolting
BVL, Braunschweig

Das neue Pflanzenschutzgesetz – Was ist neu für den Handel?
Dr. Ralf Petzold
Swisttal

Der nationale/internationale Pflanzenschutzmarkt aus Industriesicht
Daniel Ebersold
BASF, Limburgerhof

Lagerhaltung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln – Aktuelle rechtliche Fragestellungen, Neuigkeiten aus dem Anlagenbau und Erfahrungen aus der Praxis
Klaus Oeder
Ingenieurbüro, Oberkrämer

Düngemittelrecht – neue rechtliche Bestimmungen
Georg Embert
BMELV, Bonn

Der Düngemitteleinkäufer im Spannungsfeld zwischen Landwirt und Düngemittelindustrie
Carsten Winterhoff
Rudolf Peters Landhandel GmbH & Co. KG, Winsen/Luhe

Der Ausblick auf die Düngermärkte
Ulrich Foth
K+S Nitrogen GmbH, Mannheim
Friedhelm Mester
K+S Kali GmbH, Kassel

 

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Vorträge (mit Präsentationen)
 
Neue Regelungen für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln – Verschärfung oder Erleichterung?
Dr. Hans-Gerd Nolting, BVL, Braunschweig

Vortragspräsentation im PDF-Format

   
Das neue Pflanzenschutzgesetz – Was ist neu für den Handel?
Dr. Ralf Petzold, Swisttal

Vortragspräsentation im PDF-Format

   
Der nationale/internationale Pflanzenschutzmarkt aus Industriesicht
Daniel Ebersold, BASF, Limburgerhof
Vortragspräsentation im PDF-Format
   
Lagerhaltung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln –
Aktuelle rechtliche Fragestellungen,
Neuigkeiten aus dem Anlagenbau und Erfahrungen aus der Praxis

Klaus Oeder, Ingenieurbüro, Oberkrämer

Vortragspräsentation im PDF-Format

   
Düngemittelrecht – neue rechtliche Bestimmungen
Georg Embert, BMELV, Bonn
Vortragspräsentation im PDF-Format
   
Aktuelles zum Düngermarkt
Ulrich Foth, K+S Nitrogen GmbH, Mannheim

Vortragspräsentation im PDF-Format

   
Aktuelles zum Düngermarkt
Friedhelm Mester,
K+S Kali GmbH, Kassel

Vortragspräsentation im PDF-Format

   
 

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Fotoimpressionen

 

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Tagungsergebnis

Text im PDF-Format

 
Pflanzenschutz- und Düngemittel-Handelstag wieder erfolgreich verlaufen
 

Auch dieses Jahr wurde vom BVA, dem Bundesverband des Großhandels mit Dünge- und Pflanzenbehandlungsmitteln e.V. (BGDP) sowie der Bundeslehranstalt Burg Warberg e.V. der traditionelle Pflanzenschutz- und Düngemittelhandelstag veranstaltet. Mit insgesamt 70 Teilnehmern war die Veranstaltung wieder gut besucht. Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Themas Pflanzenschutz. Vor allem sind das neue Pflanzenschutzgesetz und die Konsequenzen, die sich daraus für den Handel und für die Zulassungspraxis ergeben sowie die Lagerhaltung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, fachkundig erläutert worden. Der zweite Tag fokussierte sich auf Themen des Düngemittelrechts und der Düngermärkte. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer der Bundeslehranstalt Burg Warberg, Peter Link, eröffnete der BVA-Dünge- und Pflanzenschutzmittelausschuss-Vorsitzende, Dr. Hans-Bernhard Overberg, den Handelstag. Er dankte der Bundeslehranstalt für die gute Zusammenarbeit und betonte, dass gemeinsame Bestrebungen auch für die anstehenden Herausforderungen im Dünge- und Pflanzenschutz-mittelbereich von großer Wichtigkeit seien.

Zunächst gab Dr. Hans-Gerd Nolting, Leiter des Bereiches Pflanzenschutz im Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), einen Überblick über die neuen Regelungen für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Er ging auf die zonale Zulassung von Pflanzen-schutzmitteln ein, welche die Einteilung der Mitgliedstaaten in 3 Zonen (Nord, Mitte, Süd) vorsieht. Deutschland sei gemeinsam mit 12 weiteren Ländern (u.a. Nieder-lande, Österreich, Polen, Rumänien, Ungarn usw.) der mittleren Zone zugehörig. Innerhalb dieser Zonen bestehe dann das Prinzip der verpflichtenden gegenseitigen Anerkennung. Bei diesem Prozess entstehe ein Wettbewerb zwischen den Behörden der Mitgliedstaaten, da die Antragsteller den bewertenden Mitgliedstaat für die Genehmigung des Wirkstoffes und für die Pflanzenschutzmittelzulassung selbst wählen können. Dass das BVL bisher die meisten Anträge von allen Mitgliedstaaten der mittleren Zone erhalten habe, zeige wie wettbewerbsfähig der Zulassungsstandort Deutschland im europäischen Vergleich sei.

Dr. Ralf Petzold ging in seinem anschließenden Vortrag über das neue Pflanzenschutz-gesetz auf die neu geregelten Bereiche ein, die wichtig für den Handel sind. Betroffene Bereiche seien vor allem die Einführung eines Sachkundenachweises, neue Vorschriften bei der Abgabe von Pflanzenschutzmitteln, der gewerbsmäßige Parallelhandel sowie vorgesehene Strafvorschriften und Übergangsfristen. Abschließend berichtete Dr. Petzold, dass der Gesetzesentwurf am 10. November 2011 vom Deutschen Bundestag in der 2. und 3. Lesung angenommen worden sei. Für den 16. Dezember 2011 ist die 2. Lesung im Bundesrat vorgesehen.

Den Abschluss des ersten Handelstages bildete der Vortrag von Herrn Klaus Oeder, Ingenieurbüro, zur Lagerhaltung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Praxisnah berichtete Herr Oeder von Auswirkungen aktueller rechtlicher Fragestellungen auf den Anlagenbau, Konstruktions-prinzipien für Pflanzenschutzmittellager sowie Lösungen zur Löschwasserrückhaltung in Düngemittellagern.

Den zweiten Tag des Handelstages, der ganz im Zeichen der Düngemittel stand, eröffnete Georg Embert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucher-schutz in Bonn mit Erläuterungen zu den neuen rechtlichen Bestimmungen des Düngemittelrechts. Herr Embert betonte, dass mit dem umfangreichen deutschen Düngerecht alle Regelungsziele weitgehend umgesetzt werden konnten. Unterschiedliche nationale Rechtsregelungen in den Mitgliedstaaten würden jedoch zu Wettbewerbs-verzerrungen in der Europäischen Gemeinschaft führen. Denn laut dem „Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union“ (Lissabon-Vertrag) vom 01.12.2009 gilt das Prinzip des freien Warenverkehres innerhalb der Grenzen der Europäischen Union, wenn die Ware in einem der Mitgliedstaaten legal in den Verkehr gebracht wird. Herr Embert verwies daher als Lösungsweg auf eine vollständige Harmonisierung durch das EG-Recht, in dessen Folge die Mitgliedstaaten auf eigenstaatliche Lösungen verzichten. Auf diese Weise ließen sich auch notwendige Verbesserungen und Erleichterungen einbringen, wenn auch oftmals bei einem solchen Prozess notwendige regionale Differenzierungen von Vorgaben verloren gingen.

Zum Abschluss des diesjährigen Hhandelstages gaben Herr Ulrich Foth, K+S Nitrogen GmbH, und Herr Friedhelm Mester, K+S Kali GmbH, einen Rückblick auf die Saison 2010/11 sowie einen Ausblick auf die Saison 2011/12. Herr Foth bewertete die Nachfrage nach Düngemitteln dabei als weltweit anhaltend stark und erwartet für die nächsten Monate Preissteigerungen sowie mögliche temporäre Lieferengpässe aufgrund von Niedrigwasser, Eisgang und weiteren eventuell auf-tretenden Herausforderungen. Herr Mester ging in seinem abschließenden Vortrag speziell auf aktuelle Entwicklungen auf dem Kalimarkt ein.

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