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Der Saatguthandelstag 2008 wurde von den nachstehenden
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Firmen unterstützt: |
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Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Vorsitzender des Bundesverbandes der VO-Firmen e.V. (BVO), Bonn
Neuerungen im Anerkennungswesen - Erfahrungen mit der
privaten Feldanerkennung (siehe unter Vorträge)
Thomas Blumtritt,
KWS Lochow GmbH, Bergen
Virtuelle zentrale Anerkennungsstelle - Wo stehen wir ?
(siehe unter Vorträge)
Norbert Näther,
Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen, Hannover
Dr. Gunter Aßmann,
Saatgutanerkennungsstelle an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Halle
Saatgut-basierte Mykotoxin- Vermeidungsstrategien aus
Sicht der Wissenschaft
Prof. Dr. Heinz W. Dehne,
Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz, Universität
Bonn
Saatgutwirtschaft in den neuen EU-Mitgliedsstaaten
Rumänien/Bulgarien
Dethmer Schuitema,
Saaten-Union, Hannover
Schonende Trocknung durch Gutstromteilung
Franz Wiesmeier,
Schmidt-Seeger GmbH, Beilngries
Empfang der Aussteller - Kommunikationspause
Gentechnisch veränderte Pflanzen – Was geht – Wer
profitiert? Grüne Biotechnologie aus industrieller Sicht (siehe
unter Vorträge)
Dr. Michael Metzlaff,
Bayer CropScience - Innovationszentrum Gent
Wer profitiert von GVO? (siehe
unter Vorträge)
Prof. Dr. Matin Qaim,
Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung, Georg-August-
Universität, Göttingen
GVO aus Sicht der Pflanzenzüchter (siehe
unter Vorträge)
K. Mönch,
Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V., Bonn
Moderation: Horst Bremer, Bundesverband der VO-Firmen
e.V. (BVO), Bonn
Branchentreff Spanferkel und allerlei Gauklerei im
Burg-Innenhof
Mögliche Einflüsse von Beizmitteln auf die
Pflanzenphysiologie und das Verhalten von Virusvektoren (siehe
unter Vorträge)
Dr. Susanne Kretschmann,
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld
Steigerung der Wertschöpfung durch innovative
Beizstrategien
Matthias Bauer,
BASF AG, Limburgerhof
Syngenta Global Seed Care Institute – Forschung für den
Service am Saatgut (siehe unter Vorträge)
Albert Mollen,
Syngenta Agro GmbH, Maintal
Der Markt für Feldsaaten 2008 (siehe
unter Vorträge)
Hans-Peter Ruopp,
Beiselen GmbH, Ulm
Veränderte Märkte - Auswirkungen auf die
Saatgetreidebranche
Hermann Menth,
ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle, Bonn
Diskussion und Schlusswort
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Neuerungen im
Anerkennungswesen - Erfahrungen mit der privaten Feldanerkennung
Thomas Blumtritt, KWS Lochow GmbH, Bergen |
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Virtuelle zentrale
Anerkennungsstelle - Wo stehen wir ?
Norbert Näther, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der
Anerkennungsstellen, Hannover
Dr. Gunter Aßmann, Saatgutanerkennungsstelle an der Landesanstalt
für Landwirtschaft, Halle |
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Gentechnisch
veränderte Pflanzen – Was geht – Wer profitiert? Grüne
Biotechnologie aus industrieller Sicht
Dr. Michael Metzlaff, Bayer CropScience - Innovationszentrum
Gent |
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Wer profitiert von GVO?
Prof. Dr. Matin Qaim, Department für Agrarökonomie und Rurale
Entwicklung, Georg-August- Universität, Göttingen |
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GVO aus Sicht der
Pflanzenzüchter
K. Mönch, Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V., Bonn |
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Mögliche Einflüsse von
Beizmitteln auf die Pflanzenphysiologie und das Verhalten von
Virusvektoren
Dr. Susanne Kretschmann, Bayer CropScience Deutschland GmbH,
Langenfeld |
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Syngenta Global Seed Care
Institute – Forschung für den Service am Saatgut
Albert Mollen, Syngenta Agro GmbH, Maintal |
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Der Markt für Feldsaaten
2008
Hans-Peter Ruopp, Beiselen GmbH, Ulm |
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Veränderte Märkte - Auswirkungen auf die
Saatgetreidebranche
Hermann Menth, ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle,
Bonn |
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Erfolgreicher 10. Saatguthandelstag am 14./15. Mai
2008 in Warberg
Der Bundesverband der VO-Firmen e.V. (BVO) hat in
Zusammenarbeit mit der Bundeslehranstalt Burg Warberg am 14. und 15. Mai
2008 den zehnten Saatguthandelstag veranstaltet. Mit rund 130 Teilnehmern
aus der Saatgutbranche und des Getreidehandels hat sich der
Saatguthandelstag auch in diesem Jahr wieder als „der“ Saatgutbranchentreff
behauptet und es konnten zukunftsrelevante Themen besprochen werden.
Herr Blumtritt, KWS Lochow GmbH, Bergen,
erläuterte einführend die Erfahrungen seines Hauses mit der privaten
Feldanerkennung und Beschaffenheitsprüfung. Die Gründe für das KWS
Engagement in diesem Bereich liegen in der Herausforderung, so schnell wie
möglich und so viel Züchtungsfortschritt wie möglich in Form von
Qualitätssaatgut an die Landwirte liefern zu können. Hierbei sollen der
Züchtungsinput und die administrativen Kosten in einem angemessenen
Verhältnis stehen und das Saatgut nicht durch ansteigende
Anerkennungsgebühren belastet werden. Hierfür hat KWS Lochow zusammen mit
den VO-Firmen ein Team privater Feldbesichtiger geschult und die
KWL-Laborkapazität ausgebaut, so Blumtritt. Sein Haus will ab 2009
alleinverantwortlich die private Feldbesichtigung für KWL-Vermehrungen
durchführen und die Proben im KWL-Labor auf ihre Beschaffenheit untersuchen.
Anschließend stellte Herr Näther, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft der Anerkennungsstellen, die Weiterentwicklung der
SAPRO-KAPRO zu einem web-basierten Datenbanksystem dar. Zielrichtung ist
die Schaffung einer „virtuellen Anerkennungsstelle“ zur Vereinheitlichung
und Vereinfachung des Anerkennungsverfahrens in Deutschland. Es soll in
Zukunft einheitliche Formulare und Datenformate, eine bundeseinheitliche
Anerkennungsnummer, eindeutige Schlüsselnummern für Züchter, VO-Firmen,
Aufbereiter und Vermehrer sowie eine vereinheitlichte Gebührenordnung geben.
Auf diese virtuelle Datenbank können dann neben den Behörden auch die
Züchter und VO-Firmen direkt zugreifen und die Anmeldung zur Anerkennung
„online“ durchführen. Ein Teileinstieg in dieses neue System soll bereits im
Herbst 2008 erfolgen.
Im Mittelpunkt stand in diesem Jahre die Diskussion über
gentechnisch veränderte Pflanzen – ihr Nutzen und ihre Folgen. „Das
Potenzial der Grünen Gentechnik ist deutlich größer als das, was bisher
realisiert wurde“, so das Resümee von Prof. Dr. Matin Qaim,
Georg-August- Universität, Göttingen. Qaim führte aus, dass 2007 weltweit
114 Mio. Hektar mit GV-Pflanzen angebaut wurden, davon mehr als ein Drittel
in Entwicklungsländern. Die weiteste Verbreitung haben bisher
insektenresistente Bt-Baumwolle und herbizidtolerante Sojabohnen gefunden.
Studien zu den Auswirkungen von Bt-Baumwolle, resistent gegen den
Baumwoll-Kapselbohrer, in verschiedenen Entwicklungsländern bestätigten,
dass die Bauern mit GVO-Anbau deutlich von Einsparungen im Insektizideinsatz
und von Steigerungen des effektiven Ertrags durch Verringerung von
Schädlingsverlusten profitieren würden. „Trotz teureren Saatguts schlägt
sich dies in erheblich höheren Gewinnen nieder“, rechnete Qaim vor: Indiens
Kleinbauern reduzierten nach einer Umfrage ihren Insektizid-Einsatz um 42 %
bei gleichzeitiger Ertragssteigerung um 34 %. „Unterm Strich stieg der
Gewinn pro Hektar um 143 US-Dollar“, so Qaim. Für die VR China errechnete
Qaim zusätzliche Erlöse von bis zu 370 US-Dollar pro Hektar. „Da der
geistige Eigentumsschutz in Entwicklungsländern in der Regel schwach ist,
sind die Profite für die Technologie vermarktenden Konzerne daher eher
gering, und die Bauern sind die Hauptnutznießer.“ Dass ein stärkerer Schutz
geistiger Eigentumsrechte zur Ausbeutung führen würde, sei allerdings nicht
zu erwarten. Dennoch könnte dies den Technologiezugang für Kleinbauern
erschweren. Am Beispiel des GV-Sojaanbaus in den USA zeigte Qaim auf, dass
die Wohlfahrtseffekte den Konzernen etwa zu 60 % zugute kommen, den
Landwirten zu 20 % und den Verbrauchern zu 20 %. Der Grund liegt darin, dass
Patentrechtsverletzungen in den USA mit hohen Strafen belegt sind. In
Argentinien hingegen sieht die Nutzenverteilung durch den GVEinsatz anders
aus: Konzerne 9 %, Bauern 90 %, Verbraucher 1 %. „Hier gibt es kein
Patentrecht, wodurch die Konzerne sonst deutlich profitieren würden.
Verbraucher haben ebenfalls kaum Vorteile, weil der Löwenanteil an GV-Soja
in den Export fließt“, begründete Qaim. Der Einsatz herbizidtoleranter
Sojabohnen sei anders als bei GV-Baumwolle allerdings nicht mit einer
Reduktion der Pestizidmenge verbunden. Zwar sänken die Kosten für den
Herbizideinsatz BVA-Info 21_08 3 allgemein, die Aufwandmenge für preiswerte
Glyphosat-Produkte hingegen habe sich gleichzeitig auf 5,6 l/ha mehr als
verdoppelt. Ob die Herbizidtoleranz sich damit auch für ressourcenschwache
Kleinbauern eigne, sei bisher noch unklar. Der Vergleich der beiden
Beispiele mache deutlich, dass über die Auswirkungen von GV Pflanzen in
Entwicklungsländern nicht pauschal geurteilt werden könne. Nicht jede
Einzeltechnologie eigne sich an jedem Standort. Als Teil einer breiteren
Strategie könne sie aber durchaus zur positiven wirtschaftlichen und
sozialen Entwicklung beitragen.
Diesen Standpunkt unterstützte Michael Metzlaff,
Bayer BioScience, Gent. Bei einer wachsenden Weltbevölkerung gebe es keine
Reserve an Anbaufläche. Daher müsse jede Möglichkeit genutzt werden, um das
Energiespeichervermögen von Pflanzen zu nutzen. Das gelte sowohl für
Nahrungspflanzen als auch für die Energieversorgung der Weltbevölkerung.
Frau Kerstin Mönch, Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP),
Bonn, wies darauf hin, dass das Potenzial des GV-Anbaus in Deutschland und
Europa vor allem auf Grund der herrschenden politischen Rahmenbedingungen
nicht ausgeschöpft werde. Sie ist davon überzeugt, dass der Anbau in
Deutschland trotz restriktiver Bedingungen weiterhin stattfinden wird. Denn
die GVO-anbauenden Landwirte „sind mit den Ergebnissen des GV-Anbaus
zufrieden“. Im Gegenteil wollen sie die Vorteile der Technologie im globalen
Wettbewerb zunehmend nutzen, so Mönch, denn immerhin verschärfen sich durch
den wachsenden Anbau weltweit die Marktbedingungen auch in Europa und
Deutschland weiter. Sie forderte in diesem Zusammenhang endlich einen
nationalen und EU-weiten Toleranzwert für Saatgut. Der BDP sieht die
Grüne Gentechnik als eine hochmoderne Methode in der Pflanzenzüchtung, die
die Vielzahl der klassischen Züchtungsmethoden ergänzt, aber nicht ersetzt.
Sie biete dort Lösungsansätze, wo der klassischen Züchtung Grenzen gesetzt
würden und biete Potenziale, zukünftigen Herausforderungen besser begegnen
zu können.
Hans-Joachim von Klitzing, Geschäftsführer der
Öko-Korn Nord, Betzendorf, sieht durch einen möglichen Anbau von GV-Pflanzen
eine Bedrohung mittelständische Züchter und des Handels vor allem
wegen des vollständigen Bestimmungsrechts der Patentinhaber. „Sie haben das
vollständige Bestimmungsrecht über Anbau, Erntegut und Nachkommen der
GV-Pflanzen. Landhandel und klassische Züchter werden so zukünftig von
wenigen Konzernen abhängig sein“, befürchtet er. Eine Koexistenz von
Landwirtschaft, die GV-Pflanzen einsetzt, und GV-Pflanzenfreier
Landwirtschaft sei nicht möglich, so von Klitzing weiter. Er sieht für den
Fall, dass in Europa kommerziell GV-Pflanzen angebaut werden, eine ständige
Diskussion über Grenzwerte, die immer weiter nach oben gesetzt werden, auf
die Öko-Branche zukommen. Er bewertete die Gentechnikfreiheit der
europäischen Landwirtschaft als Konkurrenzvorteil, insbesondere beim Export
nach Japan, da dort sehr sensibel mit diesem Thema umgegangen wird.
Am zweiten Tag wurde insbesondere über den
Feldsaatenmarkt diskutiert und festgestellt, dass Saatgut für Feldsaaten in
dieser Saison nur unzureichend zur Verfügung steht. An der schwierigen
Versorgungslage wird sich auch zum Anbau 2009 nichts ändern, prognostizierte
Hans-Peter Ruopp, Beiselen GmbH, Ulm. Aufgrund der hohen Weizenpreise
seien viele Flächen aus der Vermehrung genommen worden. Daher werde die
Nachfrage nach Saatgut für Zwischenfrüchte, Futtergräser, Kleesaaten und
kleinkörnige Leguminosen auch im kommenden Jahr nicht vollständig befriedigt
werden können. Die Preise für alle Feldsaaten sind aufgrund der Knappheit im
Laufe des vorigen Jahres enorm angestiegen. Abschließend gab Herr Menth,
ZMP Bonn, interessante und anschauliche Einblicke in die Entwicklung der
Getreidemärkte und die Auswirkungen auf die Saatgutgetreidebranche. Er
stellte die Veränderung im Anbau der Getreidearten, ihre „Lebensdauer“ auf
dem Markt, die Entwicklung der Vermehrungsflächen, den Konzentrationsprozess
in der Saatgutwirtschaft sowie der Landwirtschaft dar und formulierte
Anforderungen an die Wirtschaft.
Der Saatguthandelstag wurde von einer Reihe von
Ausstellern begleitet, die den Teilnehmern in den Pausen für Gespräche zur
Verfügung standen und praktische Lösungsvorschläge für diverse
Fragestellungen, die die Branche derzeit bewegen, angeboten haben. Wir
möchten bereits jetzt auf den nächsten BVO-Saatguthandelstag hinweisen, der
am 12. und 13. Mai 2009 auf Burg Warberg stattfindet. Die Vorträge
der Referenten können in der Verbandsgeschäftsstelle angefordert werden.
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