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Folgende
15 Firmen haben
am Saatguthandelstag 2012
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Beizmittelhersteller: |
BASF
SE
Bayer
CropScience Deutschland GmbH
Syngenta Agro GmbH |
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Pflanzenzüchter: |
DLF-TRIFOLIUM Deutschland GmbH
Feldsaaten Freudenberger
GmbH & Co. KG |
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Lantmännen SW Seed GmbH |
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Saatgut- und
Getreidetechnik: |
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Behn + Bates Maschinenfabrik
GmbH & Co. KG |
CIMBRIA Saat- und
Getreidetechnik GmbH
DAMAS
GmbH |
PETKUS Technologie GmbH
Westrup A/S |
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Palettieranlagen,
Fördertechnik, Palettensicherung
etc.: |
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Gerd
Justus Maschinen- und Anlagetechnik e.K.
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Absack- und Befüllsysteme |
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Vollenda-Werk GmbH |
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Software für
Saatgutvermehrer und
Saatguthandel: |
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Landwehr Computer- und Software GmbH |
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Darüber hinaus unterstützt folgender
Pflanzenzüchter den Saatguthandelstag
(kein Stand): |
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KWS LOCHOW GmbH |
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| Anzahl der Tagungsteilnehmer:
172 |
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Begrüßung und Eröffnung der
Tagung
Vorsitzender des
Bundesverbandes der VO-Firmen
e.V. (BVO), Bonn
„Zukünftige Markt- und
Technologieentwicklung in
globalen Getreidemärkten –
Sichtweise der forschenden
Industrie“
Hartmut van Lengerich,
Bayer CropScience Deutschland
GmbH, Langenfeld
„Der Markt für Feldsaaten“
Hans-Peter Ruopp,
Beiselen GmbH, Ulm
„Klimawandel –
Herausforderungen für
Gräsermischungen“
Holger Lürmann
DLF-TRIFOLIUM Deutschland GmbH
Hannover
„Quo vadis Feldversuchswesen?
– Zur Situation des
Feldversuchswesens in
Brandenburg“
Dr. Karsten Lorenz,
Landesbauernverband Brandenburg
e.V., Teltow / Ruhlsdorf
„Was verbirgt sich hinter der
Anzeigeund Aufzeichnungspflicht
für Handel, Landwirt und
Saatgutwirtschaft?“
Uwe Sander,
Vorsitzender Arbeitsgemeinschaft
der
Saatgutverkehrskontrollstellen
der Länder, Kassel
„Betriebsmittel Z-Saatgut aus
Sicht der Landwirtschaft“
Werner Schwarz,
Präsident des
Landesbauernverbandes
Schleswig-Holstein, Rendsburg
Offene Diskussion
"Die Zertifizierte Beizstelle
– deutscher Aktionismus oder
umsetzbare Praxis? Aktueller
Stand der Initiative SeedGuard –
Zertifizierung von Beizstellen“
Peter Jürgens,
Geschäftsführer der SeedGuard
GmbH – Gesellschaft für
Saatgutqualität, Bonn
„Praxisbericht einer VO-Firma
zu Qualitätssicherungssystemen
bei Saatgut“
Eckard Kolbe,
Geschäftsführer Saatgut 2000
GmbH, Claußnitz
„Beizstellenzertifizierung –
Qualitätssicherung in Europa am
Beispiel Frankreich“
Klaus Schlünder,
KWS SAAT AG, Einbeck
„Vorratsschutz im
Lagereibetrieb“
Tim Szemjonneck,
S&A Service und
Anwendungstechnik GmbH,
Westerholz
Präsentation der
Beizindustrie „Vegetationsschutz
beginnt mit der Saatgutbeizung“
Martin Heger,
BASF SE, Agrarzentrum
Limburgerhof
„Einfluß von Saatgutreinigung
auf die Beizqualität“
Dr. Susanne Kretschmann,
Bayer CropScience Deutschland
GmbH, Langenfeld
„Saatgutbeizung – das
Getreide auf solide Beine
stellen“
Dr. Christian Schlatter,
Syngenta Agro GmbH, Maintal
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14. Saatguthandelstag
setzt Zukunftsakzente |
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Der diesjährige Saatguthandelstag auf Burg
Warberg hat für die gesamte Saatgutwirtschaft
und ihre zukünftige berufspolitische Ausrichtung
bedeutsame Akzente gesetzt. Dies war nicht nur
an dem umfangreichen Vortragsprogramm mit
grundsätzlichen und aktuellen Themen zu
erkennen, sondern mit 175 Teilnehmern auch an
der bislang höchsten Beteiligung der Unternehmen
aus der Saatgutwirtschaft und deren
Nachbarbranchen. Dieser 14. Saatguthandelstag
war wieder vom Bundesverband der VO-Firmen e.V.
(BVO) gemeinsam mit der Bundeslehranstalt Burg
Warberg ausgerichtet worden und machte Warberg
für zwei Tage zum Zentrum der Saatgutwelt. |
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Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der
Saatgutverkehrskontrollstellen der Länder,
Uwe
Sander, Kassel, wies in seinem
Vortrag zu der Anzeige- und Aufzeichnungspflicht
für den Handel darauf hin, dass die
Saatgutwirtschaft im Zusammenhang mit der
einmaligen Ausnahmeregelung bei Abgabe und
Erwerb von Konsumgetreide zu Saatzwecken
gegenwärtig gegen geltende
sortenschutzrechtliche und
saatgutverkehrsrechtliche Bestimmungen verstoße.
Sander ließ dabei keinen Zweifel daran, dass die
Saatgutverkehrskontrollstellen das Thema sehr
ernst nehmen und Schwarzhandel verfolgen werden.
Der Präsident des Landesbauernverbandes
Schleswig-Holstein,
Werner
Schwarz, der gleichzeitig den
Vorsitz des Saatgutausschusses des Deutschen
Bauernverbandes inne hat, sah das Betriebsmittel
Z-Saatgut aus Sicht der Landwirtschaft
juristisch nicht ganz so streng wie Sander. Der
Begriff des geistigen Eigentums erschließe sich
vielen Landwirten nicht und sie fühlen sich beim
Kauf von Saatgut mit der Zahlung von Preis und
Lizenz mehrfach „abkassiert“. Hier appellierte
Schwarz an die Mittlerfunktion des Handels
zwischen Landwirt und Züchter zum besseren
Verständnis der beiden Seiten füreinander
beizutragen. |
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Voller
Spannung wurden die Präsentationen der
Beizmittelhersteller verfolgt. Hier scheinen
sich grundsätzlich neue Philosophien über die
Richtung der Entwicklung von Beizmitteln
anzubahnen. Es geht zukünftig nicht mehr allein
um den Schutz des Saatkorns in der Anfangsphase
des Wachstums, sondern um langfristige Förderung
und Sicherung der Gesundheit der Pflanze und,
wie mehrfach unterstrichen wurde, um die
Schaffung von Mehrwert für alle an der
Pflanzenproduktion Beteiligten. Dies wurde in
den Vorträgen der Beizmittelhersteller BASF SE,
Bayer CropScience Deutschland GmbH und Syngenta
Agro GmbH deutlich. Unter dem Titel
"Vegetationsschutz beginnt mit der
Saatgutbehandlung" stellte
Martin
Heger (Produktentwicklung,
BASF SE) eine neue Saatgutbeize vor. Wesentliche
Neuerung des Produktes sei die Erweiterung des
Wirkungsspektrums von Saatgutbeizen auf
Blattpathogene. Hervorgehoben wurde zum Beispiel
die Wirkung gegen Netzflecken und Rynchosporium
Blattflecken in Gerste. Darüber hinaus wurde der
Zusammenhang zwischen deutlich verbesserter
Wurzelleistung und Vitalität der
Getreidepflanzen gezeigt. Postive Wirkung zeige
das neue Produkt auch auf die
Überwinterungsleistung der Bestände. |
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Frau
Dr.
Susanne Kretschmann, Bayer
CropScience, betonte in ihrem Vortrag, dass
Bayer CropScience die Qualität von Saatgut
besonders am Herzen liege. Es komme nicht nur
auf die Beizen an. Untersuchungen zum Einfluss
von Saatgutreinigung auf die Beizqualität
zeigten, dass die Saatgutqualität schon mit der
Ernte beginne. Deutliche Unterschiede gebe es
zwischen den Getreidearten. Wurden im
Reinigungsprozess „Tischausleser“, Windsichtung
vor oder im Beizer integriert, verbessert es
eindeutig die Qualität. Der Beizertyp habe
keinen erkennbaren Einfluss gezeigt. Der Einsatz
von Haftmitteln runde die Qualität des Saatgutes
ab.
Dr.
Christian Schlatter, Syngenta
Basel, berichtete in seinem Vortrag über einen
neuen fungiziden Wirkstoff, der ausschließlich
für die Saatgutbehandlung entwickelt wurde, der
neben einem breiten Wirkungsspektrum einen
langanhaltenden Schutz des Wurzelapparates unter
verschiedenen Umweltbedingungen gewährleistet.
Dadurch können sich stärkere und gesündere
Wurzeln bilden, um stabile Erträge zu sichern. |
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Die
intensiven Bemühungen der großen
Pflanzenschutzhersteller bezüglich der
Saatgutzüchtung wurden am Beispiel des Vortrags
von
Hartmut
van Lengerich, Bayer
CropScience AG deutlich. Am Beispiel der
Weizenerzeugung wies van Lengerich auf die
Notwendigkeit eines längerfristigen
Vegetationsschutzes im Pflanzenbau hin. So
entfallen nach seinen Angaben 20 % des
Kalorienbedarfes weltweit auf Weizen. Dennoch
habe es bei dieser Pflanzenart seit 1990 kaum
einen Züchtungsfortschritt gegeben, während die
Weltbevölkerung weiter wachse. Mit dem Einsatz
der Gentechnik seien zwar manche Züchtungsziele
schneller zu erreichen, aber die Ware sei dann
nicht zu verkaufen. Bayer investiere in
traditionelle Züchtungsverfahren, um in Europa
eine umweltfähige Weizenproduktion zu erreichen.
Dabei seien durch Partnerschaften Risiken der
Investitionen in eine Verbesserung der Agronomie
zu minimieren. Das gelte für viele Teile der
Welt, besonders aber auch für Europa, wo
angepasste Züchtungsstandorte zur Verfügung
stehen. Eine Verbesserung der Agronomie müsse
mit Nachdruck verfolgt werden, so z. B. eine
höhere Effizienz der Düngung, insbesondere des
Stickstoffeinsatzes. Toleranz der Pflanzen gegen
Hitze, Trockenheit sowie Krankheitsresistenzen
seien Ergänzungstechnologien. Notwendig sei aber
auch eine größere Technologiefreundlichkeit des
Umfelds, unterstrich van Lengerich. Auch in
dieser Hinsicht brauche die Industrie breite
Partnerschaften, vor allem auch mit der
mittelständischen Pflanzenzüchtung, weil sie
über umfangreiches und geeignetes Genmaterial
für die Pflanzenzüchtung verfüge. Van Lengerich
betonte, dass die VO-Firmen als Partner
gebraucht werden, um die Vermehrung zu
gewährleisten. Anfang Juni solle die Einrichtung
eines Forschungsstandortes von Bayer in
Gatersleben als europäische Zentrale eröffnet
werden. |
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Die
strengeren Auflagen und Kontrollen bei der
Anwendung von Beizmitteln, wie sie in der Praxis
bereits Eingang gefunden haben, zählten in
Warberg ebenfalls zu den besonders beachteten
Themen. Dies hat vor allem der Praxisbericht von
Eckard
Kolbe, Saatgut 2000 GmbH,
Claußnitz, belegt. Er berichtete von einer
Vielzahl von Quailtätssicherungssystemen, deren
Wirkung in der Praxis und den fehlenden
Schnittstellen untereinander. Im Vordergrund
stand dabei neben dem Anspruch des Kunden auf
ein hochwertiges Produkt auch der Anspruch der
Gesellschaft auf Produktsicherheit,
Gesundheitsschutz und Umweltschutz. Die
zunehmende Zertifizierung von
Saatgutaufbereitungsanlagen wird bei Wertung der
Warberger Diskussionsergebnisse zu einer
weiteren Strukturveränderung in diesem Sektor
beitragen. Die notwendigen Investitionen in neue
Beiztechniken werden sich nicht für jeden
Betrieb rechnen, hieß es. Dies sei jeweils eine
Entscheidung nach einzelbetrieblicher
Kostenbetrachtung. Einzelbetrieblicher
Erfahrungsaustausch und Praxisberichte über
Stand und Initiativen bei der Zertifizierung von
Beizstellen und Qualitätssicherungssystemen von
Saatgut rundeten das Beizthema ab. |
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Eine
wichtige Botschaft, die Seitens des BVO im
Rahmen der Diskussionen in Warberg gegeben
wurde, lautet: Nach bisherigen Erkenntnissen ist
die Versorgung der Landwirtschaft mit Z-Saatgut
in 2012 gewährleistet. Allerdings sollten die
Abnehmer frühzeitig Ihren Bedarf anmelden. |
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Hans-Peter Ruopp, Beiselen
GmbH, Ulm, berichtete über den Markt für Gräser
und Feldsaaten 2012. Bei den meisten Arten, so
die Einschätzung zu Mengen und Preisen, sei vor
2013/2014 keine Entspannung zu erwarten. Der
hohe Verbrauch bei gleichzeitig zurückgehender
Vermehrungsfläche sowie unterdurchschnittlichen
Ernteerträgen in den letzten Jahren wirke
preisbefestigend nach. Lediglich bei
Zwischenfrüchten gebe es eine teilweise
Entspannung. So gebe es für Phacelia ein
ausreichendes Angebot am Markt. Sah dies bei
Gelbsenf anfangs auch noch so aus, so werde sich
aus heutiger Sicht wiederum eine knappe
Marktversorgung einstellen. Dies gelte
insbesondere auch für Ölrettich und die
wichtigsten Kleearten. |
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Der nächste
Saatguthandelstag findet am 04. und 05. Juni 2013
wieder in Warberg statt. |
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