Branche und Wirtschaft

Agrarbranche und Agrargewerbliche Wirtschaft

Die deutsche Agrarbranche ist der zweitgrößte Wirtschaftszweig nach der Automobilindustrie. Zur Agrarbranche gehören die Vorleistungsindustrie, die Ernährungsindustrie, der Erfassungs- und Großhandel, die Bioenergie-Produktion als noch junger, neuer bedeutender Wirtschaftszweig und die Agrartechnikindustrie.

Mit mehr als 600 000 Beschäftigten erzielte das Agribusiness Deutschlands im Jahre 2010 einen Umsatz von rund 208 Milliarden Euro. Die Wirtschaftskrise konnte der Branche kaum etwas anhaben. Die kommenden Jahre sollen der Branche dann einen regelrechten Wachstumsschub bringen. Bis 2013 steigt der Umsatz voraussichtlich um 18 % auf 246 Milliarden Euro. Haupttreiber des Wachstums sind steigende Rohstoffpreise und ein zunehmender Nahrungsmittelbedarf infolge des Wachstums der Weltbevölkerung.

Unsere Mitglieder sind Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Industrie. Sie gehören in der Regel der Erfassungs- und Großhandelsstufe an, d.h. sie nehmen die Ernte der Landwirtschaft auf und vermarkten z.B. Getreide und nachwachsende Rohstoffe weiter an die verarbeitende Industrie. Auf der anderen Seite beliefert der Agrarhandel den Landwirt mit Betriebsmitteln wie z.B. Futtermittel, Düngemittel, Pflanzenbehandlungsmittel, Maschinen und Geräte.

Für diesen zukunftsfähigen Markt sucht der Agrarhandel Berufsnachwuchs. Wir bilden aus in verschiedenen Berufsbildern mit unterschiedlichen Zugangsanforderungen.

Die Ausbildung gliedert sich in drei stufenartige Ebenen: Berufsausbildung, berufliche Fortbildung und höhere Ausbildungswege.

Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendige berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.

Die berufliche Fortbildung soll es ermöglichen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen.

Höhere Ausbildungswege erschließen Interessenten die Möglichkeit, sich für Leitungs- und Führungsaufgaben in der Branche zu qualifizieren.    

 
Kontakte zu Beauftragten für Berufsausbildung in unseren Partnerunternehmen sind möglich unter der BVA-Marktpartnerliste.

 

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