Getreidehandelstag 2014

Getreidehandelstag 2014 in Warberg:

Am 17. Und 18. Juni 2014 fand der jährlich vom Bundesverband der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) gemeinsam mit der Bundeslehranstalt Burg Warberg, dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) und dem Verband Deutscher Mühlen (VDM) veranstaltete Getreidehandelstag auf Burg Warberg statt.

BVA-Präsident Konrad Weiterer begrüßte rund 110 Teilnehmer aus den Bereichen Landhandel, Mühlen, Futtermittelindustrie/-handel sowie Verwaltung. Das Branchentreffen startete mit Fachvorträgen zu Themen der Lebensmittelsicherheit. So kam Franz Engelke vom Verband Deutscher Mühlen in seinem Vortrag zu „Anforderungen an Getreide unter dem Aspekt der Lebensmittelsicherheit und der Verbrauchererwartung“ unter anderem zu dem Schluss, dass die gesamte Kette aktiv werden und zusammen arbeiten muss um Problematiken wie der Mutterkorn-Belastung entgegenzutreten. Frau Mareike Reichel von der Eurofins GmbH stellte im Zusammenhang mit der Mykotoxinbeurteilung von Getreidepartien ein neu entwickeltes Verfahren zur Staubprobenahme vor, durch welches der Messfehler reduziert und das Risiko einer Fehlbeurteilung minimiert werden kann.

Im anschließenden Themenblock stand die Welternährung im Fokus. Im Rahmen der Vortragsreihe zu dieser Problematik wurde vor dem Hintergrund der Aufgabe zukünftig über 9 Mrd. Menschen zu ernähren unter anderem die Verantwortung Europas betont. Durch eine produktive und effiziente Landwirtschaft, insbesondere auf den Gunststandorten, muss Europa zur globalen Versorgungssicherung beitragen. In der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass die Ausbildung von Fachpersonal, wirtschaftliche Stabilität sowie Rechtssicherheit, die Forderung von Innovationen und die praxisnahe Gestaltung von gesetzlichen Vorgaben wesentliche Voraussetzungen sind, um den Herausforderungen der Welternährung zu begegnen.

Traditionell gilt der Getreidehandelstag beim Fachpublikum als Stimmungsbarometer vor der Ernte. So stand auch in diesem Jahr der zweite Tag im Focus der Märkte. Nach Vorträgen der Marktanalysten Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank und Bernhard Chilla aus dem Hause Vitol endete der diesjährige Getreidehandelstag mit einer lebhaften Podiumsdiskussion zum Thema „Der Markt vor der Ernte“. Vor dem Hintergrund weltweit guter bis sehr guter Ernteerwartungen und der Aussicht, dass die Ware aus der Schwarzmeerregion nach der Ernte schnell auf den Markt kommt, wird von den Podiumsteilnehmern zum momentanen Zeitpunkt von tendenziell sinkenden Getreidepreisen ausgegangen mit einer anschließenden Stabilisierung der Preise nach der Ernte. Allerdings werden die tatsächlichen Erntebedingungen den Markt entscheiden.

Fotoimpressionen: 
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