Endokrine Disruptoren: EU-Parlament lehnt Kriterienkatalog ab

06.10.2017

BVA fordert risikobasiertes Konzept

Das Europäische Parlament lehnte diese Woche den Vorschlag der Kommission zur Festlegung von Kriterien für endokrine Disruptoren ab. Mit Blick auf die Ergebnisse der Folgenabschätzung der EU-Kommission fordert der BVA schon seit längerem Nachbesserungen in bezug auf den von der EU-Kommission vorgelegten Kriterienkatalog.

Anstelle des gefahrenbasierten Ansatzes sollte nach Auffassung des BVA die Bestimmung endokrinschädigender Eigenschaften auf Basis eines risikobasierten Konzeptes vorgenommen werden. Die Elemente sollten daher nach einer Gefahrencharakterisierung, wie Wirkstärke, Schwere der schädigenden Effekte und Umkehrbarkeit der schädigenden Effekte, in die Bewertungskriterien aufgenommen werden.

Aus Sicht der Pflanzenschutzhersteller besteht die Gefahr Wirkstoffe zu verlieren. Demnach ließen die jetzt diskutierten Kriterien keine klare Abgrenzung in regulierungsbedürftige und harmlose Stoffe zu.

Endokrine Disruptoren sind sowohl natürlich vorkommende als auch chemische Stoffe, die die Funktion des Hormonsystems stören und dadurch schädigende Wirkung bei Menschen oder Tieren hervorrufen können.

Weitere Informationen:

BVA-Position zu den Kriterien zur Bestimmung endokrinschädigender Eigenschaften

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