Internationale Handelsabkommen

02.11.2018

EU-Kommission will KMU stärker einbinden

Die von der EU ausgehandelten Handelsabkommen verbessern den Zugang zu ausländischen Märkten und fördern die hohen Arbeits- und Umweltschutzstandards in Drittstaaten. Dennoch schöpfen europäische Exporteure die Möglichkeiten der Abkommen nicht ausreichend aus. Zu diesem Ergebnis kommt der am 31.10. von der EU-Kommission vorgelegte  Jahresbericht über die Umsetzung von Handelsabkommen.

Der Bericht erfasst die Entwicklungen des Jahres 2017 und zeigt, dass der Handel im Rahmen der bestehenden EU-Handels-abkommen grundsätzlich weiter zunimmt. Demnach stiegen beispielweise die Ausfuhren nach Südkorea im vergangenen Jahr um mehr als 12 %, die Ausfuhren nach Kolumbien um mehr als 10 % und die EU-Ausfuhren nach Kanada in den neun Monaten nach Inkrafttreten des Abkommens zwischen der EU und Kanada um
7 %. Von der Abschaffung der Zölle hat der Agrar- und Lebensmittelsektor der EU am stärksten profitiert, sodass im letzten Jahr ein starker Anstieg der Ausfuhren, insbesondere nach Ecuador (+ 34 %), Chile (+ 29 %), Serbien (+ 23 %), in die Türkei und nach Costa Rica (jeweils + 14 %), verzeichnet werden konnte.

Trotz dieser positiven Entwicklungen könnte nach Einschätzung der EU-Kommission noch mehr erreicht werden, wenn die Unternehmen in der EU die Möglichkeiten, die sich aus den bestehenden Abkommen ergeben, in vollem Umfang nutzen würden. Deshalb will sich die Kommission zusammen mit den Mitgliedstaaten und den Unternehmen noch stärker darum bemühen, insbesondere Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) zu informieren und ihnen zu helfen.

Zu den einschlägigen Initiativen gehören bisher beispielsweise die Verbesserung von Online-Instrumenten, darunter die Marktzugangsdatenbank und der Trade Helpdesk sowie die Bereitstellung einer „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ für Unternehmen, die die Möglichkeiten der jüngsten EU-Handelsabkommen mit Kanada und Japan optimal ausschöpfen wollen.

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